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PARADOXES REISEN

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New York

Bevor ich anfange, über New York zu schreiben, muss ich nochmals tief Luft holen. New York ist so speziell, so groß und beeindruckend, dass es wirklich schwer ist, hier nicht in Superlative zu verfallen. Es ist das erste Mal, dass ich mir ein wenig Hilfe von Freunden geholt habe. Big Apple verändert sich so schnell – es gibt fast wöchentlich Neuigkeiten, die es Wert wären, darüber zu schreiben. Ich hab euch die aus meiner Sicht spannendsten zusammengestellt und hoffe, es ist mir keiner böse, wenn ich das Eine oder Andere ausgelassen habe.

Ich muss gestehen, ich liebe diese Stadt und ihre übertriebene Größe. Als ich das erste Mal in New York ankam und mit dem Taxi Richtung Manhattan unterwegs war, war ich wirklich nervös und angespannt. Aber weitaus nicht so sehr, wie ich es erwartet und erhofft hatte. Warum? Ich hab die Skyline so oft im Fernsehen gesehen und hatte, als ich dann tatsächlich vor ihr stand, das Gefühl, als wäre es nicht das erste Mal. Anders war es mit Manhattan: es war ein Gefühl von Überwältigtsein, ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus.

Ich finde, es macht Sinn, die Stadt in Tage einzuteilen. Tag 1: Wir haben ihn im Financial District verbracht. Das 9/11 Denkmal, die Wall Street und die Freiheitsstatue gehören dazu. Die Fahrt auf Liberty Island haben wir uns gespart und sind stattdessen mit der Staten Ferry gratis Richtung New Jersey gefahren. Sie kommt nahe an der Freiheitsstatue vorbei und man sieht fast genau so viel. Vom untern Hafen aus fahren auch die Flussfahrtsschiffe auf dem Hudson River los. Die sind echt zu empfehlen. Nicht zu teuer und man sieht echt viel von Manhattan. Besser, als ein Hubschrauberflug. Fliegen wäre rausgeschmissenes Geld – finden zumindest wir.

Wieder zurück am Festland geht es nach Little Italy und China Town – beides immer wieder ein Highlight. Gerade China Town ist so speziell und hat seine eigenen Regeln. Hier werden lebende Frösche und anderes Getier zum Kauf angeboten – keine Angst, das Essen ist hier super lecker. Soho darf auch nicht fehlen, einer meiner Lieblingsstadtteile. Zum Essen geht ins „Blue Ribbon“ – ihr habt die Wahl zwischen dem Sushi Ableger oder der Brasserie. Es gibt einige Blue Ribbon Läden, alle sind gut und preislich schwer okay. http://www.blueribbonrestaurants.com blueribon@ny

Tag 2: Brooklyn. Ich liebe es, über die Brooklyn Bridge zu spazieren und den Bezirk zu Fuß unsicher zu machen. Hier ist es so schön, ruhig und beschaulich, wie es nur sein kann. Und  ich komm mir vor, wie in einer anderen Welt. In Brooklyn ist auch eines der besten Restaurants der Stadt. Der „Chef’s Table“ im Kaufhaus „Brooklyn Fare“. brooklyn-fare@ny Ich mag die unverspielte Art zu kochen, die Küchenchef Cesar Ramirez praktiziert: leicht japanisch angehaucht und ein extremer Drang zum Perfektionismus. Und ich mag die Stimmung, die den ganzen Service über herrscht. Sie wirkt nicht angespannt, aber extrem konzentriert und fokussiert. Übrigens: beim Produkt gibt es im Brooklyn Fare keine Kompromisse.

http://www.brooklynfare.com/pages/chefs-table

Tag 3. Central Park und Fifth Avenue kommen endlich dazu, und, wer will, das Naturhistorische Museum. Vorm Eingang ist einer der besten Hot Dog-Wägen zu finden – also nicht einfach dran vorbeigehen. Freunde von uns haben vor ungefähr einem Monat einen angeblich besseren Hot Dog-Stand gefunden. Ich kann es nicht beurteilen und weiß auch nicht, wo er ist…. Also probiert den, den ich euch empfohlen habe, ihr werdet den Hot Dog lecker finden.
Auf der anderen Seite des Central Park findet ihr das Time Warner Center, in dem sich das legendäre „Per Se“ und die „Masa Bar“ befinden. Die Qualität in der Masa Bar ist top und ihr könnt zu jeder Tageszeit hingehen. Teuer ist sie zwar schon, aber das ist halt New York. http://www.masanyc.com masa@ny.png
Im Per Se zu essen ist immer wieder ein riesiges Erlebnis, aber auch in diesem Fall ein sehr teueres, dessen muss man sich eben bewusst sein. http://www.thomaskeller.com/new-york-new-york/per-se IMG_1155
Eine fast schon traditionellen Empfehlung will ich euch nicht vorenthalten: ab ins „Zuma“ mit euch! Das neuste, der Zuma Familie ist einfach großartig – wunderschön eingerichtet und qualitativ hochwertig. Wenn ihr in NY seid, muss es einfach sein. Ich wäre schon fast enttäuscht, würdet ihr nicht hingehen. http://www.zumarestaurant.com/zuma-landing/new-york/en/welcome zuma@ny

Tag 4: Ist nicht nur für Sightseeing, sondern auch für Shopping bestimmt. Wer hat schon Lust, sich beim Empire State Building anzustellen? Die Schlange ist lang, sag ich euch. Mein Tipp: Kauft am besten schon am Vortag die Express Tickets.

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Nicht jeder mag das anstehen 😉

 

 

 

Das coolste an den USA ist, finde ich, der extreme Zusammenhalt bei Sportereignissen. Wenn ihr euch was im Madison Square Garden anseht, was ich unbedingt empfehle, werdet ihr es sehen. Egal ob Basketball, Eishockey oder ein Wrestling Kampf, die Amerikaner rasten dabei völlig aus. Die Stimmung ist so großartig und ergreifend, dass man in diesem Moment selber gerne Amerikaner wäre.

Soll ich euch auch was über die Museen erzählen? „MoMA“ ist großes Kino – wäre es in Salzburg, wäre ich jede Woche einmal dort. http://www.moma.org
Für Tattoo Fans gibt es was Spezielles: „The Last Rites Gallery“ von Paul Booth, der God Father of Dark Art. Ein Muss für alle Fans dunkler Kunst und Tattoos. Ist nicht weit vom Madison Square Garden entfernt und neben einem unfassbar guten Bagel Laden, dessen Namen ich leider nicht mehr weiß….. http://www.lastritesgallery.com lrg@ny

Ich bin ein großer Fan vom „Momofuku“ – egal ob in der Ssäms Bar  Momofukkussämsbar@newyorkoder dem Ko.

mfko@ny.png
echt leicht zu verfehlen….

Beide sind interessant und gut. Solltet ihr euch für’s Ko entscheiden, haltet die Augen offen, denn die Eingangstür ist so unscheinbar und versteckt, dass wir bei unserem ersten Besuch viermal daran vorbei gelaufen sind. Okay, wir waren schon etwas spät dran und deshalb hektisch drauf, aber die Tür ist echt nicht gut zu erkennen und mit einem nur 3×3 cm großen Logo gekennzeichnet.

Side Step: Dieses Erlebnis hat mich zu den „Tür-Fotos“ inspiriert, die ihr jedes mal ertragen müsst, wenn ihr meinen Blog lest. Die Konzepte von David Chang zählen seit Jahren zu den einflussreichsten Restaurantkonzepten Amerikas. momofuku.com/new-york/ssam-bar

In New York gibt es einige große Köche und 2 bis 3 Sterne Restaurants – klar. Das „Eleven Madison Park“ von Daniel Humm, das so gehypt wird, gehört dazu. Ich finde, es muss nicht immer ein 3 Sterne Restaurant sein. Sein zweites Lokal, das „Nomad“ im Nomad Hotel – übrigens ein echt schönes Hotel, nicht weit vom Empire State Building entfernt -, ist echt eine tolle Alternative. Ich mag die Einrichtung und die eher klassische Küchenausrichtung. Ist mir fast lieber, als die große Schwester, das Eleven Madison Park Restaurant. http://www.thenomadhotel.com nomad@ny

Das “Noreetuh“, ein neues Hawaiianisches Lokal, soll anscheinend sehr genial sein. Nicht extrem teuer, aber echt spannend. http://www.noreetuh.com
In der gleichen Liga, nur mit mexikanischer Küche, eine meiner Lieblingsküchen, befindet sich das „Cosme“. Jeder, der in letzter Zeit mal da war, war begeistert. http://www.cosmenyc.com cosme@ny

Eines der Lieblingslokale einer sehr, sehr guten Freundin ist das „Fung Tu“, fungtu@nyein einfaches chinesisches Lokal mit amerikanischem Touch. Es wird mir bestimmt auch gefallen, wenn ich beim nächsten NY-Besuch dort zu Gast bin, da vertrau ich ihr. http://www.fungtu.com
Dann gibt es noch das „Contra“, das ich euch unbedingt empfehlen soll. Es ist einer der Läden, die gerade up to date sind. Macht euch selbst ein Bild. Die Atmosphäre soll recht cool und entspannt sein. contranyc.com contra@ny

Kommen wir zur New Yorker Barszene. Wenn ihr es noch nicht kennt, solltet ihr es kennen lernen: das „Dead Rabbit“. Ein Muss für jeden Bar Freak und jene, die es noch werden wollen. Definitiv eine der besten Bars der Welt. Geile Stimmung. http://www.deadrabbitnyc.com
deadrab@ny

Patriotismus lässt sich nicht unterdrücken. Besonders nicht, wenn ein Österreicher einer der besten Weinfachmänner der Welt ist, der seine Passion nicht nur im Sterne Restaurant sondern auch in seiner eigenen Weinbar auslebt. Aldo Sohm, gebürtiger Österreicher, gilt seit Jahren als einer der ganz Großen seiner Branche. Die Einrichtung in seiner Weinbar ist toll. Wie ein überdimensioniertes Designer Wohnzimmer, aber saugemütlich. Auch das Essen schmeckt sehr. Es gibt zu wenige solcher Läden, selbst in New York. http://www.aldosohmwinebar.com/about aldosohm@ny
Ein weiterer österreichische Top Export ist Markus Glocker.batard@nyEr kocht im “Batard” eine super komplexe, aber unkomplizierte Hochküche, die seinem Namen alle Ehre macht. Also auch ein Muss für alle Patrioten. Unter uns: ich find es im Batrad sogar besser als im Gordon Ramsay’s Lokal, in dem Glocker zuletzt Küchenchef war. http://www.batardtribeca.com/restaurants/batard/

Puh, es gibt noch so viel über New York zu berichten. Die Liste an spannenden Plätzen, Restaurants und Bars könnt ich beliebig fortsetzen. Für heute ist’s mal genug. Ich mach an dieser Stelle ein anderes Mal weiter.

Doch um es mit FRANK SINATRA´S Worten zu sagen:

“If I can make it there
I’ll make it anywhere
It’s up to you
New York, New York”

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Vorarlberg

Wisst ihr, ich habe lange mit mir gehadert, ob ich über mein Heimatland Vorarlberg schreiben soll, oder nicht. Wieso, fragt ihr euch? Weil ich ehrlich gesagt keine Ahnung davon habe, was gerade in Vorarlberg up to date ist. Ich bin – und das ist nicht gelogen – in manchen Jahren öfters in London als im Ländle. Erlich gesagt zieht es mich dort einfach nicht hin. Das bedeutet aber nicht, dass ich euch nichts empfehlen kann. Also, ich fang gleich mit dem für mich besten und wichtigsten Lokal an, das Vorarlberg zu bieten hat: dem Mangold in Lochau. http://restaurant-mangold.at/ mangold@vorarlberg
Das Mangold ist ein „Vorzeigefamilienbetrieb“ der aller ersten Güte. Von den Eltern eigenhändig aufgebaut, mit Energie, Weitblick und Liebe an die Spitze der Vorarlberger Spitzengastronomie gebracht. Und das zu einer Zeit, in der es nicht nur im Ländle an Betrieben fehlte, die sich an der damaligen Spitze Frankreichs orientierten. Die zweite Generation könnte mit Tochter und Schwiegersohn nicht besser besetzt sein, auch der Bruder ist eine wichtige Säule im Betrieb.
Die Mitarbeiter werden behandelt, als ob sie zur Familie gehören würden. Die Gäste, die das Mangold besuchen, sind hier noch König und das auf eine unkomplizierte Art und Weise.
Warum ich so viel über den Betrieb weiß? Ganz einfach: Ich selbst gehörte dreieinhalb Jahre zur Familie. Eine der schönsten Zeiten meines Lebens. Nicht nur, weil ich so viel gelernt habe, sondern weil Gastronomie im Mangold eine ganz andere Bedeutung hat, als anderswo. Ich durfte dort lernen, was es bedeutet, Koch zu sein. Sich für alles und jeden zu interessieren. Sich fortzubilden, ohne dabei Druck zu empfinden. Teamgeist, Freude an der Arbeit und Kollegialität sind im Mangold keine Floskeln. All das wird von jedem einzelnen gelebt.
Aber nun zur Küche. Ich halte das Mangold nicht nur für das beste Restaurant in Vorarlberg, weil ich da gearbeitet habe. Ich glaube schon, beurteilen zu können, was da aus der Küche in den Gastraum geschickt wird und wo diese Qualität einzuordnen ist. Ich weiß, momentan gibt es am anderen Ende von Vorarlberg, am Arlberg, besser bewertete Betriebe. Aber da ich, wie ihr wisst, Bewertungen keine Bedeutung schenke, sondern versuche, das „große Ganze“ zu kapieren, steht das Mangold für mich an der Spitze. Ich liebe die Küche von Mike Schwarzenbacher. Sie ist weder aufdringlich, noch ist sie gekünstelt. Sie ist einfach durch und durch harmonisch, und lässt immer wieder reichlich Platz für Überraschungen. Ich habe und werde auch weiterhin meinen Hut vor dem Haus ziehen und freu ich mich schon auf meinen nächsten Besuch am kommenden Samstag. 😉
Weiter geht’s mit einem kurzen, aber unbedingt notwendigen Sprung auf die deutsche Seite des Bodensee. Solltet ihr in der Gegend sein, dann empfehle ich euch das beschauliche Nonnenhorn. Dort, mitten am See gelegen, befindet sich das Hotel und Restaurant Haus am See, http://www.hausamsee-nonnenhorn.de , der Familie Knörle. Ein Traum von einer Lage und ein Traum von einer Gastgeberfamilie.

hausamsee@vorarlberg
Diesmal die Hintertür… ist auf jeden Fall die schönere Aussicht…

Die Familie Knörle legt seit vielen Jahren ihre ganze Liebe in diesen unglaublich schönen Kraftplatz direkt am Wasser. Jedes Jahr wird auf ein Neues daran gearbeitet, das Restaurant und die Zimmer noch schöner und stimmiger zu machen, als im Jahr zuvor. Die Küche war lange Zeit das Reich von Papa Knörle und über alle Grenzen hinweg bekannt. Seit geraumer Zeit teilt er sich das Zeepter mit seinem Sohn Valentin, einem ebenfalls begnadeten Koch. Valentin hat im vorher genannten Mangold gelernt und sein Können bei Hans Haas im Tantris verfeinert. Zurück im Haus am See ist es eine Riesenfreude zu sehen, wie Vater und Sohn gemeinsam kulinarische Highlights produzieren. Ich versprech euch, diesen Ausflug, ob zum Essen oder auch zum Übernachten und Entspannen, werdet ihr nicht bereuen.
Zurück auf der österreichischen Seite des Bodensee gibt es ein mexikanisches Lokal, das in jeder Hinsicht die Messlatte nach oben schraubt.

viva@vorarlbergDas Viva, http://www.cantina.at, ist ein Szene-Lokal, das ganz klar zeigt, wie viel Potential in der Vorarlberger Gastronomie stecken kann, wenn man seinen Job beherrscht. Wie ich das meine? An einem normalen Wochentag, beschickt das Viva-Team aus der recht kleinen Küche zwischen 200 und 300 Gäste. Ich will gar nicht aussprechen, wie viele es an Wochenenden oder in Stoßzeiten sind. Es fasziniert mich einfach, was in diesem Betrieb möglich gemacht wird. Wer glaubt, dass die Qualität darunter leidet, der täuscht sich gewaltig. Der Chef des Hauses ist ein „Qualitätsbesessener“. Es ist also wirklich ein Vergnügen, im Viva zu essen und einen Cocktail zu trinken. Genau der richtige Ort für ein Treffen mit Freunden, denn im Viva findet jeder das passende Gericht.
Hey, was ich euch auch unbedingt ans Herz legen möchte, ist eine richtige Kalorienbombe. Die beste Torte Vorarlbergs gibt es in Bregenz: im Cafe Götze, http://www.conditorei-goetze.com, götze@vorarlbergmitten in der Fußgängerzone. Die Chateau Morel ist ein einziges Gottesgeschenk. Ich muss euch gestehen, bei dieser Torte werd sogar ich schwach. Übrigens, sie ist auch für Gluten-Allergiker geeignet, denn der Teig wird ohne Mehl gemacht.
Ich hab’s ja schon erwähnt, ich finde, und damit ecke ich vielleicht bei dem einen oder andern an, die Gastronomie ist im Ländle nicht besonders spannend. Es gibt einfach kaum Betriebe, die sich aus ihrer Komfortzone hinausbegeben und damit eine Tür in die Zukunft aufstoßen wollen. Einer der wenigen, die das dennoch tun und immer schon ein wenig getan haben, ist das Bio Hotel Schwanen, http://www.biohotel-schwanen.com, in Bizau. schwanen@vorarlbergImmer schon ein wenig anders, immer schon ein wenig innovativer und immer schon einen Schritt vor vielen anderen. Auch wenn man das im Familienkreis nicht so sieht, es ist so. Es wird schon lange nach Hildegard von Bingen gekocht und von Biobauern aus der Umgebung eingekauft – lange bevor gesunde und Bio-Ernährung zur neuen, hippen Lebenseinstellung wurde.
Seit ein paar Jahren ist Emanuel Moosbrugger, der Junior des Hauses, aus seiner Auslandszeit zurück, die er unter anderem als Restaurant-Chef im Benu in San Francisco verbracht hat. Es ist eines der besten Restaurants in Amerika – ich hab euch im San Francisco Blog davon erzählt. Er, der junge Mann aus dem Bregenzerwald, war nicht zufällig der Restaurantleiter dieses tollen Betriebes – davon könnt auch ihr euch überzeugen. Denn, wieder in der Heimat, schafft er es mit Mut, Weltoffenheit und Intelligenz, den Betrieb seiner Eltern, die beide immer noch am Werk sind, auf ein neues Level zu heben.
Die großartige Küche seiner Mutter und die moderne, spannende Art den Service zu gestalten, macht diesen Betrieb zu einem der tollsten und besten des Landes. Die Weinauswahl ist nicht riesig, aber voller geiler Sachen, für die ein Abend einfach nicht reicht. Ich freu mich schon, wieder dort hinzukommen, und hoffe, ihr sucht den Weg ins schöne Bizau auch bald.
Ein ebenfalls sensationeller Gastgeber und Gastronom ist Jürgen Lang. Er ist der Besitzer des Schützenhaus, http://www.schuetzenhaus.at, in Feldkirch, schützenhaus@vorarlbergdas wohl zu den besten Wirtshäusern des Landes zählt. Er lässt sich immer wieder Themenwochen einfallen, z. B. Indien oder Barbecue, bei denen er die Erfahrungen seiner Auslandsaufenthalte gekonnt ausspielt. Wenn ihr dort essen wollt, rate ich euch, frühzeitig zu reservieren.
So, nun genug vom Ländle, mehr gibt es aus meiner Sicht nicht zu erzählen. Ihr fragt euch sicher, warum schreibt er nicht über den Arlberg, Lech oder das Montafon? Ich kann es euch beantworten: Weil ich a) keine Lust darauf habe und b) es meiner Meinung nach nichts wirklich Interessantes gibt, über das ich berichten könnte. Klar gibt es Top-bewertete Betriebe in Lech und Zürs, aber sind sie spannend? Keine Ahnung, ich hab euch alles erzählt, was im Ländle für mich toll ist.

Ich wünsch euch eine schöne Woche und grüße euch herzlich aus Charmonix. Leider, gibt es diese Woche keine Fotos. Das Internet hier im Chalet, ist echt ein graus und darum leider keine Fotos. Ich liefere die Fotos nächste Woche nach.

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Luxemburg

Luxemburg, ja Luxemburg nahe an Frankreich, nahe an Belgien und nahe an Deutschland und doch so eigen. Nicht nur auf Grund der Größe und Lage ist Luxemburg eine feine Mischung von allen. Recht gemütlich und schon fast beschaulich. Es ist fast wie ein wenig heimkommen, wenn wir wieder eine Reise Richtung Luxemburg antreten. Gut, die meisten von euch wissen warum wir so oft in Luxemburg sind. Für all diejenigen, die es nicht wissen, es hat wieder mal was mit schwarzer Tinte und Schmerz zu tun. In Luxemburg hat sich der einzigartige, liebevolle, begnadete, großherzige Jack Ribeiro vor ein paar Jahren mit seinem Studio niedergelassen. Er gehört nicht nur zu den besten Tätowierern der Welt, er gehört vor allem zu den nettesten, großzügigsten und liebevollsten Menschen die ich je kennen lernen durfte. Ich kenne wenige Menschen die so in ihrer Mitte sind wie er. Wenn man ihn über seine Kinder sprechen hört, bekommt man sofort Lust sie kennen zu lernen, oder wenn man ihn über seine Kollegen und Freunde befragt, für die er immer nur die größten Loblieder übrig hat, findet man auch diese Interessant. Er ist so unglaublich nett und sympathisch und das obwohl, er nur Düsteres und gruseliges Zeug malt und tätowiert. Seit ich ihn kenne, weiß ich das meine Vorliebe für Dunkle und düstere Kunst nicht abnorm ist, sondern einfach ein Ausdruck von Gefühlen die nicht unbedingt negativ behaftet sein müssen. Ich hatte vor kurzem, eine tolle spirituelle Unterhaltung bei der man mir versichert hat, das Tätowierungen immer, eine gewisse Kraft und Energie auf einen selbst und sein Umfeld ausüben. Das stimmt bestimmt, aber nur weil jemand Totenköpfe, Monster oder Zombies auf seiner Haut trägt, bedeutet dies nicht gleich, das diese Motive negative Energien ausströmen.
Sorry, zurück zum Thema. Jack Ribeiro ist ein schwarz-grau Genie. Wie der schon im Krakau Bericht erwähnte, Victor Portugal spielt Jack in einer ganz eigenen Liga. Er nimmt sich richtig viel Zeit für seine Kunden und ist jedem zu empfehlen, der damit liebäugelt sich eine düsteres Tattoo stehen zu lassen.

So nun genug von düsterer Hautkunst. Ab ins Lokal. Doch zurück, wenn ihr bei Jack aus der Tür geht, dann müsst ihr nicht weit gehen, denn sein Studio ist in einem kleine Gebäude Komplex in der Nähe des Hauptbahnhofs von Luxemburg, da gibt es gleich nebenan, ein cooles Club-Bar-Restaurant Konzept. Der Cat Club cat-club@Luxemburghttp://www.catclub.lu/ ist, ein Gesamtkonzept, zwischen Club, Restaurant und Bar. Mit sehr gutem Thai inspiriertem Essen, geiler Musik und coolem Ambiente.
Es liegt zwar nahe am Studio, doch meistens wenn wir in der Stadt sind, schlafen und essen wir im Mercure Hotel Grand Alfa. grandhotelalfa@Luxemburghttp://www.mercure.com/de/hotel-2058-mercure-grand-hotel-alfa-luxembourg/index.shtml Ja ok, ist jetzt kein Geheimtip, nein auch kein Design Hotel der Extraklasse, aber es ist perfekt gelegen und gemütlich. Aber vor allem die Brasserie die sich darin befindet, ist wirklich gut. Gänseleber Terrine, Côte de Boufé mit handgemachten Pommes und Sauce Bernaise. Es wird euch nicht beeindrucken, oder vom Hocker reißen, aber ist das den immer notwendig? Wir für unseren Teil finden, das ist genau das richtige, nach einem anstrengenden Tag. Der Abend nach dem Tätowieren, ist das Alfa fast schon ein muss für uns.
Weiter ins Stadtzentrum. Das für uns beste Restaurant Luxemburgs, ist nicht etwa, ein klassisches Sterne Restaurant, wie zum Beispiel das von Lèa Linster, die die meisten von euch aus dem Fernseher kennen. Nein es ist ein kleiner Japaner Namens, Kamakura.kamakura@Luxemburg
http://www.kamakura.lu/ Das Kamakura, ist im schönsten Stadtteil Luxemburg gelegen, im Grund. Der Stadtteil Grund, ist der unter der Oberstadt befindliche, kleine Stadtteil mit dem größten Charme Faktor. Gemütliche kleine Gassen unterhalb der großen Banken und der vielen breiten Straßen, über die teure Autos von Bankdirektoren, Politikern und Unternehmer fahren. Man fühlt sich hier unten, in der Zeit ein wenig zurück versetzt und vergisst gerne mal all die doch so wichtigen Probleme der anderen, die nur zu gern oben in den teuren Autos auf den breiten Straßen fahren würden. Wir lieben die tollen, unspektakulären Sushi und grandiosen Fischgerichte hier im Kamakura.
Ein wenig teuer, aber nicht wirklich schlechter. Das vom Michelin mit zwei Sternen ausgezeichnete Restaurant Mosconi. mosconi@luxemburghttp://www.mosconi.lu/ Ein wunderschönes, klassisches Restaurant mit unglaublich raffinierter italienischer Hochküche. Die Preise sind für 2 Sterne wirklich leicht verdaulich. Das Essen sowie so. Großartige, feinsinnige Gerichte kommen aus der Küche von Ilario Mosconi. Wir gehen, wenn wir länger in Luxemburg sind, sehr gerne hin.
Wenn ihr es gemütlich, ja fast schon ein wenig altmodisch aber unglaublich lecker mögt, dann seit ihr im Le Bouquet Garni von Therry Duhr genau richtig. bouquet garni@Luxemburg
http://www.lebouquetgarni.lu/ Es ist ein kleines schönes Gewölbe Restaurant, mit toller geschmackvoller, klassischer französischer Küche. Mit der Wahl dieses Lokals kann man nichts falsch machen.
Das schönste, sinnlichste und interessanteste Restaurants Luxemburgs in ein wenig außerhalb der Stadt. Doch bei einer Fahrzeit von ca. 20 Minuten, kann man sich für das was einen dort erwartet, sicherlich nicht beschweren.

Das Toi Pour Toi, Toit-Pour-Toi@Luxemburghttp://www.toitpourtoi.lu/ ist ein wahres Juwel was Architektur und Einrichtung angeht. Das Essen, ist ebenfalls großartig und immer einen kleinen Ausflug aus der Stadt raus wert.

So nun wieder genug geschrieben. Mehr fällt mir zu Luxemburg leider nicht ein.

Nächste Woche erzähl ich euch von meiner Heimat, dem Ländle….

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Ein Ausflug

Ein ganz persönlicher Blog, über einen Ausflug ins Glück. Leider könnt ihr nur noch darüber lesen und es selber nicht mehr ausprobieren.
Zu viert waren wir unterwegs und voller Vorfreude auf eine kulinarischen Nachmittag. Also wurde reserviert und sich am Bahnhof getroffen. Ab in den Zug und los ging die Fahrt Richtung Wien. In Wien angekommen nahmen wir sofort Fahrt auf Richtung Praterstraße 70. Das Ziel das Pop Up Projekt des Jahres. Der Taubenkobel wurde geschlossen, um in Wien ein etwas anderes Restaurant aufzustellen.
Der Dogenpalast in dem Alain und Barbara ihr Pop Up Restaurant platziert haben, ist ein absolut spannendes und sensibles Sammelsurium der tollsten Gerätschaften, Schallplatten und Sammlungen von Analogkameras. Ob ihr eure eigene Schallplatte aufnehmen und pressen lassen wollt, oder ihr ein Foto von euch und euren Freunden, auf der größten noch funktionierenden Analog-Sofort-Bildkamera machen wollt. Alles ist möglich im Supersense. Die Räumlichkeiten sind der Wahnsinn, wo man auch immer hinsieht, findet man neue, spannende Details, ob an den Wänden, an der Decke, oder am Boden, sogar die Lampen sind selber gemacht. Nebenan gibt es auch ein Messerschmied, der noch richtige handwerkliche Meisterwerke fertigt. Es sind überall Dinge zum Anfassen und bestaunen. Dinge die so leider nicht mehr produziert werden, für manche Altmodisch, nicht mehr up to date, für uns, spannend und dringend notwendig. Die heutige Zeit, ist viel zu schnelllebig und vergisst auf Handwerk und die daraus resultierende Zeit die man investieren muss.

http://www.zum-tauben-dogen.com/
tauben-dogen@Wien
Das tollste vorne weg, wir durften jedes Gericht der Mittagskarte probieren. Wisst ihr, so sollte Gastronomie sein! Freude am Schaffen und Freude am Teilen. Alles was aus der Küche kam, war mit liebe und handwerklichem Können gemacht. Natürlich, klar es musste ja perfekt sein. Das macht ja den Unterschied von Können und ihr wisst schon.
Der größte Unterschied ist einfach die Selbstverständlichkeit mit der großartige Produkte präsentiert und in Kulinarische Highlights verwandelt werden. Natürlich war nicht alles für jeden das richtige, es mag ja nicht jeder Schnecken und nicht jeder liebt Innereien. Aber das war das schöne, jeder hat alles probiert und sich zumindest eine Meinung darüber gebildet. So sollten auch Gäste sein, ohne uns selber zu loben. Was ich meine, je besser eine Küche ist, desto eher kann es vorkommen das sie aneckt. Aber wenn der Gast Respekt vor den Menschen hat, die da hart dafür arbeiten, dass er was tolles auf den Teller bekommt, dann probiert er auch Dinge die ihm normalerweise nicht so zusagen würden. Dann kann er sich auch wirklich eine eigene Meinung bilden. Wir für unseren Teil, waren restlos begeistert und waren froh, den Weg von Salzburg auf uns genommen zu haben.

Die Weinauswahl, ist kleiner als die im Taubenkobel. Was, wie ich finde super ist, denn es sind ausschließlich Weine auf der Karte die den Wirtsleuten selber gefallen. Mehr als Fair kalkuliert. So macht Weintrinken Spaß!

Es war ein so schöner Mittag, voller kulinarischer Highlights, voller Wein, voller toller und interessanter Gespräche, ja aber auch voller Geblödel. Herrlich wie ich finde.

Danach, ja es gab natürlich noch ein danach. Wir mussten kurz den Herrn Breitzke im, das Loft besuchen. Eine tolle Flasche Wein als Drüberstreuer genießen. So soll ein Nachmittag sein. 😉
Dann hatten wir wieder ein wenig Appetit. Also wollten wir logischerweise, wer mich kennt, weiß was jetzt kommen wird, ab Richtung Mochi. Leider muss ich sagen, hatte das Mochi auf Grund einer Umbauarbeit geschlossen.
Nun wohin, da wir eine ganze Flasche Wein lang, über Sushi geredet haben, wollten alle ein wenig Sushi essen.
Wohin geht man? Alles vernünftige hatte schon geschlossen, also dachten wir, wir versuchen es im Dots in der Mariehilfer Straße.

Ich kann leider nicht berichten, dass ihr auch hin müsst. Das einzige was ich toll fand, war die große, wahrscheinlich nicht Originale Fotografie von Gottfried Helnwein. Die Sushi, war außer recht teuer, nicht unbedingt toll und auch nicht so spannend wie angekündigt. Na ja ich weiß, das ICH da hin nicht mehr gehen muss. Solltet ihr trotzdem hin wollen, sagt später nicht, ich hätte es euch nicht gesagt. Das tollste, war unser Nachbar am Tisch nebenan. Es war der Inderhood aus der Telering Werbung. Klar war das ab dann der bekannte Werbe Slogan, „Frag doch den Inder“ ab jetzt der Running Gag überhaupt war.

So ging ein absolut toller und lustiger Tag in Wien vorüber. Mit Wehmut, müssen wir sagen, schade das der Taubendogen mit 23.12 seine Tür geschlossen hat. Hoffentlich gibt es eine Wiederholung oder ein ähnliches Projekt der beiden. Wir aus Salzburg, würden uns auf jeden Fall sehr darüber freuen.

Nächste Wochen geht´s ab nach Luxemburg…

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München

Nun meine Zeit in München, ist zwar schon ein Weilchen her, genauer gesagt 8 Jahre. Aber da wir noch so oft es geht, in München sind und wir noch einige an Freunden in München haben, kann ich euch so ziemlich alles was gerade spannend ist über München berichten. Doch trotzdem soll dieser Bericht auch ein kleiner Rückblick, auf die wahrscheinlich schönste, na ja gut nennen wir es mal die spannendste Zeit, in meinem Leben sein.
Damals war alles anders. Nein das stimmt nicht, München hat sich wenig bis gar nicht verändert. Die Menschen sind die gleich gelassenen und beschaulichen wie damals. Die Restaurant Szene, ist um ein zwei coole Lokale reicher und um ein zwei coole Lokale ärmer. München ist wunderschön und wie ich finde einzigartig auf dieser Welt. In keiner Stadt geht Tradition, Kultur und Gelassenheit so sehr Hand in Hand mit modernem Industriellen Aufschwung wie in München. Ich persönlich finde ja das viele Städte sich ein großes Beispiel an München und ihren Einwohnern nehmen sollten.

Nun zum wichtigen.

Ich glaube ich fange mal mit dem Lokal an, das a nicht nur mein Leben verändert hat, sondern auch noch immer eines der besten und wirtschaftlich erfolgreichsten Restaurants in ganz Deutschland ist.
Das Tantris http://www.tantris.de/  tantris@münchen

war und ist immer noch eine Pilgerstätte für Gourmets aus aller Welt. Seit dem ersten Tag, an dem Herr Eichbauer zusammen mit seiner Frau und Eckart Witzigmann die Tür aufgesperrt hat, schreibt das Tantris Geschichte. Egal ob nun unter Witzigmann, Winkler oder unter dem einzigartigen Hans Haas, nie war das Tantris in irgendeiner Form normal oder durchschnittlich. Jeder der großen Säulen, die im Tantris gearbeitet haben oder immer noch arbeiten, hat dem Tantris seinen eigenen Stempel aufgesetzt und dazu beigetragen das es heute, wie damals unvergleichlich ist und bleiben wird.
So viele großartige Menschen gingen durch die Hintertür in der Johann-Fichte-Straße 7. Jeder einzelne von ihnen wird sich ein Leben lang, an all das Erlernte, all die Strapazen und den Schweiß aber auch die extreme Freundschaft, die zu jeder Generation daraus entstanden ist, erinnern. Ich kann hier nicht nur von mir sprechen, wer im Tantris gearbeitet hat, wird bestimmt Freunde fürs Leben mit nach draußen genommen haben. Viele unserer engsten und wichtigsten Freundschaften wurden damals geschlossen und halten bestimmt für immer. An keinem anderen Ort, in dem ich je war, wurde das Motto „gemeinsam sind wir stark“  so gelebt und vorgelebt. Ich persönlich, hatte ja nicht nur das Glück, so viel lernen zu können, Freunde fürs Leben zu finden, nein ich hab sogar die Frau für die Ewigkeit im Tantris gefunden. Was mich umso verbundener mit diesem Kraftplatz macht. Ich hoffe das es weiterhin junge motivierte Köche und Köchinnen ins Tantris zieht um von Hans Haas zu lernen. Denn in Zeiten wie diesen, wo es anscheinend wichtiger ist, Bescheid über gar nichts zu wissen und dabei cool auszusehen, vergessen die meisten auf das, was es in unserem Beruf ankommt und was uns Köche wirklich ausmacht. „Handwerk“ heißt das Zauberwort meine Freunde, und dort könnt ihr euren Beruf wirklich lernen.
Nun noch kurz zu Fakten, für all diejenigen die das Tantris nicht kennen. Das Tantris hat, dank Fritz Eichbauer und Paula Bosch einen der umfangreichsten und intelligentesten Weinkeller der Welt. Eine Architektur die so zeitlos ist, dass sie weder bis jetzt, noch in Zukunft verändert werden muss. Eine Küche die immer am Puls der Zeit war und ist, auch wenn dies, das die Verfechter von Alginat, Xanthana, Stickstoff und Co. nicht so sehen werden. Und das Tantris hat Hans Haas, nicht nur einen der besten Köche der Welt, sondern, einen der großartigsten Chefs und Gastgeber die es gibt.

Auf diesem Preis und Auszeichnung`s Niveau, passiert in München gerade einiges.
Die wahrscheinlich beste Hoch-Küche der Stadt und dies ist jetzt aber sicherlich Ansichtssache, ist momentan die von Jan Hartwig im Atelier des Bayrischen Hofs. http://www.bayerischerhof.de/de/erleben-geniessen/restaurants-bars/restaurants/atelier.html Atelier@München
Wie ihr am oberen Absatz erkennen könnt, steht das Tantris und die Küche von Hans Haas, auf einem ganz anderen Blatt Papier und für mich auf einem ganz eigenen Planeten, darum nehme ich das Tantris hier jetzt mal aus.
Jan Hartwig, war lange Sous Chef von Sven Everfeld und hat es in kurzer Zeit geschafft, sich den zweiten Michelin Stern zu erkochen. Man vernimmt von allen Seiten, dass seine Küche ausnahmslos Spitzenklasse sein soll und er seine Auszeichnungen zu Recht bekommen hat. Sicherlich ein Besuch wert.
Wenn ihr jetzt aber mich fragt, wer nach dem Tantris die beste Küche der Stadt hat, dann muss ich euch sagen. Für mich ist es Martin Fauster im Gourmet Restaurant des Königshofs. http://www.koenigshof-hotel.de/restaurants-bars/restaurant-koenigshof.html Koenigshof@München
Warum Martin Fauster und seine tolle Chef Patissiere Gabi Taubenheim noch nicht den zweiten Michelin Stern bekommen haben, ist mir immer schon ein Rätsel. Aber Gott sei dank muss ich den Michelin Stern Blödsinn nicht bewerten. Ihr wisst ja, ich halte nicht all zu viel von Michelin Sternen und den daraus resultierenden Druck in den Köpfen der Köche.
Fakt ist, seine Küche ist nicht die Modernste und nicht die Spektakulärste und das ist auch gut so, denn sie ist eine der sensibelsten und genausten und vor allem (Man verzeihe mir dieses Wort) leckersten, die es in Deutschland gibt. Mein nächster Besuch im Königshof ist schon viel zu lange aus.
In der Riege der Spitzenköche Münchens, gibt es da noch Tohru Nakamura im Werneckhof der Familie Geisel. http://www.geisels-werneckhof.de/ wernekhof@münchen

Der ehemalige Sous Chef von Sergio Herman, kocht sicherlich die spektakulärste Küche Münchens. Dies wird für den einen zu verspielt sein und für den anderen genau richtig sein. Was zählt ist, dass ein Besuch zwar Lokal technisch, aber Küchen technisch immer ein Erlebnis sein wird. Der Werneckhof passt sicher nicht zu dieser Art von Küche, aber ich finde den Kontrast, Küche und Gastraum spannend und in der heutigen Zeit, sogar intelligent, wenn man zuerst einen Weg findet bevor man einen Haufen Geld für Einrichtung und Schnick Schnack in die Hand nimmt, um den Gast dann vom Wesentlichen abzulenken.
Wer nun die anderen zwei, zwei Michelin Sterne Restaurants München vermisst. Ich war und werde weder im Gourmet Restaurant Dallmayer, noch im Esszimmer in der BMW Welt jemals essen gehen. Warum sollte ich also darüber schreiben.
Was ich euch allerdings schon ans Herz legen will, ist ein Abstecher in ein weiteres Lokal der Familie Geisel. Ihr müsst unbedingt auf einen Teller San Daniele Schinken und eine Flasche Wein in die Geisels Vinothek im Hotel Excelsior. http://www.excelsior-hotel.de/restaurants-bars/geisels-vinothek.html geiselsvinothek@münchenFür uns ist ein Besuch in der Vinothek jedes mal eines der schönsten Vergnügen. Ein oder zwei Teller Schinken, ein oder zwei Flaschen Wein und ein oder zwei kleine Gerichte, sowie ein wenig Käse dazu und wir sind im siebten Himmel. Der Schinken ist wirklich göttlich, er zergeht auf der Zunge. Anita wird jedes mal ganz nervös, wenn wir einen Teller davon bestellen.
Apropos Vinothek, leider kann ich euch nicht mehr über die Tantris Weinbar berichten. Diese schließt bedauerlicher weiße ihre Tore. Schade eigentlich, ich hoffe nur das Herr Eichbauer nochmals darüber nachdenkt und sie vielleicht, zu gegebener Zeit an einem anderen Ort, erneut eröffnet.
Aber nicht traurig sein, in Punkt oh Vinothek, gibt es da noch Walter&Benjamin. http://www.walterundbenjamin.de/ walter-benjamin@münchen.png

Nicht weit vom Viktualien Markt entfernt, findet ihr eine der nettesten Weinbar Münchens. Kleine überschaubare aber immer spannende Auswahl an Weinen. Gutes Essen gibts auch. Also nichts wie hin.

Wenn ihr Tagsüber in der Gegend seit, direkt neben Walter & Benjamin befindet sich ein cooles Büchergeschäft, mit den speziellsten Büchern und den coolsten Magazinen. Das Soda Bookshttp://sodabooks.com/ sodabooks@münchen hier gilt der Slogan „Curious publications for curious people“ ein Abstecher in diesen ausnahme Buchladen, lohnt sich auf alle Fälle.

Da für Münchener und auch für mich die Weißwurst eine Lebenseinstellung ist, muss ich euch sagen, das die besten Weißwürste, die vor dem „Zwölfe leuten“ gegessen werden müssen, meisten bekommt ihr nach 12 Uhr gar keine mehr, es beim Sedelmayer,
http://www.beim-sedlmayr.de/  sedlmayr@münchennähe Viktualienmarkt gibt. Zwar gibt es dort das, aus meiner Sicht falsche Bier, aber wer wird da wohl so kleinlich sein. Ich würde natürlich ein Augustiner dem Paulaner vor ziehen. Aber das bin ja wieder mal nur ich. Für alle diejenigen die das aber genau so sehen, wenn ihr in der Nähe vom Dom seit, solltet ihr euch nicht die Hintertür vom Augustiner am Dom entgehen lassen. In dem Zwischenraum der Schank und der Toilette gibt es das letzte Holzfass Augustiner im offen Ausschank. Einfach zwischendurch hingehen und genießen. Das Andechser am Dom http://www.andechser-am-dom.de/ hat auch sehr gutes Wirtshaus Essen, da kann man immer hingehen. Manche werden zwar andere Wirtshäuser als Empfehlung haben, aber na ja das ist halt so. Geschmäcker sind verschieden.
Nach einem Spaziergang durch den Viktualien Markt, braucht ihr nicht all zu weit gehen, um geil Mittag zu essen. Ich kann euch nur wärmstens die Brasserie Atelier Art et Vin von Therrie Leoncelli http://www.atelier-artetvin.de/ ans Herz legen.Therry@München Selbst der große Eckart Witzigmann ist oft dort anzutreffen und genießt die Weine und die tolle Küche die dort serviert wird. Unkompliziert genial würde ich es beschreiben, nur damit ihr einen Anhaltspunkt dafür bekommt wie es dort ist. Sogar die Barstühle haben Gastronomie Geschichte hinter sich. Therrie hat sie nach dem Schließen der legendären Aubergine für sein Lokal erworben. Ja den einen interessiert so etwas, den anderen eben nicht. Ich für meinen Teil, kann euch so etwas nicht vorenthalten.

Nun noch ein paar Tipps die ich aber gar nicht so ausführlich beschreiben will.

Das Les Deux http://www.lesdeux-muc.de/ ist immer wieder eine Bank, an Küche und Service. Fabrice Kieffer ist eine Sensation in Sachen Service und Johann Rappenglück ist ein super geiler Koch. Im untern Stock bekommt man eine perfekte Bistro Küche und im oberen Stock gibt es eine gemütliche und schöne Hochküche.
Dann hat gerade der unter dem Namen Nobu bekannte Star Koch im Mandarin Oriental Hotel eine Dependance seines berühmten Matsuhisa Restaurant Konzepts eröffnet. Sicherlich eine nicht günstige aber perfekte Art von japanischer mit peruanischer vermischte Art von Küche. Ich hab das Konzept in LA verkostet und fand es super gut. Ich werde sobald ich Zeit finde, nach München fahren um es mir anzusehen.
http://www.mandarinoriental.de/munich/fine-dining/matsuhisa-munich/
Was ich dann auch sehen will und was ich euch ohne es zu kennen empfehlen kann, ist das neue von Tim Raue. Die Brasserie Colette ist ein klassisches französisches Brasserie Konzept. Sicherlich sehr gut. http://www.brasseriecolette.de/

Für Fleisch Fans kann ich euch das Theresa in der Theresienstraße
http://www.theresa-restaurant.com/ ins Handgepäck legen.

So nun Schluss mit Essen und Wein, ab zum Nachleben. München ist und bleibt eine großartige Stadt mit einem großartigen Nachleben. Es gibt unfassbar großartige Barkeeper in München und Top Bars, also nichts wie ab.
Die erste Adresse für Bar Fans ist nicht das Schumanns, nein es ist die Goldene Bar im gleichen Palais wie das berühmte P1. http://www.goldenebar.de/ GoldeneBar@MünchenKlaus Rainer ist ein wahres Genie in Punkt oh Barkultur. Großartige Drinks, ohne Witz.
Das noch größere Genie ist natürlich Charles Schumanns. Das Schumanns am Odeonsplatz http://www.schumanns.de/ schumanns@münchenist immer noch eine Bank in Punkt oh Barkultur. Bitte aber nicht den Fehler machen und einfach an einen lehren Tisch setzten. Die Barkeeper mögen das nicht und werden es euch spüren lassen. Charles Schumanns war immer schon ein wenig Rau im Umgang mit dem Gast. Das hat in auch zu dem gemacht was er heute ist. Eine lebende Legende in Punkt oh Barkultur.
Auch die Falks Bar im Bayrischenhof ist immer sehenswert, http://www.bayerischerhof.de/de/erleben-geniessen/restaurants-bars/bars/falks-bar.html nicht nur wegen der Einrichtung, sondern auch wegen der Drinks.

Nach ein paar Drinks, müsst ihr natürlich noch ein wenig auf Achse gehen. Früher war das echt einfach. Da konnte man immer in das alte legendäre Harry Klein, in die nicht minder legendäre Registratur in der Blumenstraße oder die Rote Sonne gehen. Es war eine großartige underground Electro Kultur. Zuerst in die Regi, dann vielleicht noch in die Rote Sonne und dann ab ins Palais. Top war es, jede Woche war großes Kino. Heute ist die Sachlage ein wenig anders. Die Klubs sind weit aus nicht mehr so lässig und unkompliziert wie damals. Das Niveau ist weit aus nicht mehr so speziell, vielleicht war es damals ein wenig upgefuckt, aber bitte soll das in einem geile Club nicht so sein? Ich bin der Meinung, das ein guter Electro Club nicht wirklich auf Design und Einrichtung wert legen sollte. Das einzige was sich verbessert hat, ist das nicht mehr geraucht werden darf.
Heute gibt es, zwar immer noch das Harry Klein (es ist jetzt an einer anderen Stelle) und die Rote Sonne, ja sogar die Registratur hat wieder geöffnet. Aber so richtig toll sind mittlerweile die wenigsten Clubs. Ach wie schade muss ich zugeben.
Über Clubs wie dem P1, Pascha usw. über die schreib ich gar nicht erst. Wer da hin geht, hat es aus meiner Sicht, nicht besser verdient. Bähhhhhhhhhhhhh

Wenn wir in München sind, schlafen wir meistens im Motel One am Sendlinger Tor. motel-one-muenchen-sendl@münchen
http://www.motel-one.com/de/hotels/muenchen/hotel-muenchen-sendl-tor/ Es ist praktisch gelegen und günstig.

Wenn ihr aber was besonders wollt, dann nächtigt doch im Flushing Meadows. Es ist ein wirklich cooles, neues Hotel mit einer super gemütlichen Rooftop Bar.
http://www.flushingmeadowshotel.com/ Flushing-Meadows@München
Wenn eurer Geldbörse besser gefüllt ist, dann schlaft doch im Anna Hotel am Stachus. Perfekte Lage in alle Richtungen.

So nun kurz und knapp. München ist eine der schönsten Städte der Welt. Wer mal da gelebt hat, wird mir wahrscheinlich zustimmen. Ich liebe es wirklich, durch den Englisch Garten zu spazieren, kurz am Eisbach stehen zu bleiben. Danach dann einen Cocktail in der Goldenen bar zu nehmen und dann ab in eines der tollen Lokale. Ich mag es auch am Rathaus stehen zu bleiben und die vielen Touristen zu beobachten wie sie in Richtung Dallmayer oder Fünf Höfe laufen um ihr Geld loszuwerden.
Besser ist es aber, wenn ihr am Marienplatz seit, in das kleine Lokal Sasou sasou@münchen direkt neben dem Apple Store geht und eine unfassbar geile Pho esst. Lasst euch nicht abschrecken von einem vermeintlichen Billigen Laden. Das Essen ist echt gut.
Wenn ihr wie ich alte Uhren liebt, dann müsst ihr auf der Rückseite vom Bayrischen Hof in den kleinen Laden Meertz World of time gehen. http://www.worldoftime.de/ meertz@münchen
mittlerweile einer der angesehensten Händler für Vintage Uhren im Luxussegment. Er ist weit über die Grenzen hinaus bekannt und geachtet und das zurecht.
Was ich in diesem Blog auch noch erwähnen muss und dann lass ich euch für diese Woche in Ruhe. In der Pinakothek der Moderne http://www.pinakothek.de/pinakothek-der-moderne/ pinakothek@münchenist gerade eine große Ausstellung von meinem absoluten Lieblings Designer Konstantin Grcic ausgestellt. Er ist ein wahrhaftes Genie.
So nun gut, ich hab euch mit diesem Blog wieder stark an die Grenzen des Zumutbaren gebracht, aber ich wollte München nicht in zwei Teile aufspalten. München hat noch mehr zu bieten, aber ein Anfang ist gemacht und den Rest müsst ihr selber rausfinden.
“Ich möchte diesen Blog, all meinen Freunden und Kollegen widmen, die ich zu meiner München Zeit, kennen und schätzen gelernt habe.”
Nächste Woche ist der Blog wieder kürzer versprochen. Bis dann…

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London Teil III

London mal wieder, aber die Stadt gibt halt auch so viel her.

Der Klassiker, Junggesellenabschied – die große Frage: Wer, wo und wann. Wann war gleich geklärt, nämlich nach der Hochzeit, es ging sich beruflich einfach nicht davor aus.
Wo war eigentlich auch klar, London was sonst.
Und wer ja das war eigentlich auch klar. Ich mein Trauzeuge und bester Freund und sein Vater. Warum sein Vater? Ja weil, es sich perfekt ergeben hat und wir uns eh schon viel zu lange nicht mehr gesehen hatten. Fast genau ein Jahr zu vor das letzte Mal, als der Junggesellenabschied von meinem besten Freund war. Also hatten wir drei eh schon Übung darin, den Perfekten Ablauf für so einen speziellen Abend zu planen. Wer mich kennt weiß, dass ich nicht der Typ für Stripperinnen, schlechte Clubs und billiges Bier bin.
Darum waren die passenden Restaurants schnell gefunden und noch schneller reserviert, die Bars danach ergeben sich dann schon von selbst.
Pollen Street Social, von Jason Atherton http://pollenstreetsocial.com/ PollenStreetSocial@Londonfür den ersten Abend auserkoren. Wie wir feststellen durften, hat es sich im Nachhinein auch als gute Wahl bestätigt.
Das Pollen Street Social ist nicht weit vom Oxford Circus entfernt, in einer kleinen Gase, Namens Pollen Street. Im Eingangsbereich des Restaurants befindet sich einen cool eingerichtete, klassische Cocktail Bar durch die jeder Reservierte erstmals durch muss. Wobei man nicht wirklich von einem Muss sprechen kann.
Die Qualität der Cocktails und des Barpersonals sind wirklich Top, ein perfekter Einstieg für drei Jungs wie uns. Nach unserem Geschmack, war der Tisch dann doch zu schnell fertig. Aber gut wir hatten ja Hunger auch. Also ab ins Restaurant. Das Restaurant mit offener Patisserie und halb offener Küche, ist schön, klassisch und gemütlich. Das Personal aufmerksam und locker, was es immer angenehm macht wenn man nicht wirklich unlustig ist wie wir. Also auf geht´s, großes Menü und ab geht die Post. Wein? Klar wo ist die Weinkarte, zuerst eine nette, zuvorkommende Commie Sommeliere die uns die Hauseigenen Weinempfehlung aufdrücken wollte. Doch dies ist nicht wirklich unseres. Wir haben also selbst gewählt und sind auch schnell fündig geworden. Keine Ahnung warum, aber nach unserer Bestellung kam auf einmal eine wirklich attraktive neue Sommeliere, anscheinend die Chefin über Wein und trank. Nett, freundlich, professionell und hab ich schon erwähnt dass sie wirklich hübsch war?!
Na ja zum essentiellen zurück, der Wein muss ihr Interesse an unserem Tisch geweckt haben, wir haben uns lange unterhalten und wie ihr euch denken könnt, noch mehrere Flaschen getrunken. Das Essen war durch und durch hervorragend. Wirklich weiterzuempfehlen! Jakobsmuscheln gebraten mit eingelegten Daikon Rettich, Vanille und Schaum von grünem Curry war großartig. Schweinefuß zart wie Butter mit Jus von schwarzem Trüffel und Kartoffelcreme, war klassisch aber einfach nur geil. Ich liebe dieses Fette, Gelee artige vom Schweinefuß. Leber vom Seeteufel mit Kreuzkümmel, eingelegten Gurken, fermentiertem Schaf Joghurt und Fingerlimes war schlicht und einfach ganz großes Kino.
Hauptgang war eine super zartes Kotelett vom Kalb mit geschmorten Artischocken, Artischocken Fond und Kichererbsen Creme.
Zum Dessert werden alle Gäste an die Dessert Bar geführt, hinter der eine Junger französischer Chef Patissier seiner Liebe zu Desserts nachgeht. Er war nicht gerade der gesprächigste, doch eines muss man ihm lassen. Man hat ihm angesehen, dass er seinen Job kann und liebt. Erstes Dessert war eine Creme aus karamellisierter weißer Schokolade, Kirschen (einmal als Alginat Kugel innen flüssig und einmal als Chip) dazu Pistazien und Sorbet von der Kirsche. Super fein und trotz der Schokolade sehr leicht.
Zweites Dessert war schon ein wenig schwieriger zu verstehen. Geschmorter Paprika, Yuzu, Basilikum und Gewürz Sponge. Erstens haße ich diese Mikrowellen Schwämme und zweitens mag ich eigentlich kein Gemüse im Dessert. Na ja war uns egal, wir hatten ja schon genug gegessen und genug getrunken und sind glücklich aus dem Pollen Street Social spaziert.

Danach auf dem Weg nach Hause, keine 3 Minuten unterwegs, mussten wir gezwungener Weise in die East Bar im Sketch https://sketch.london/ auf einen Absacker gehen. Lustig wars… Sketch@London
Das Sketch ist ein absolutes gesamt Kunstwerk, für jeden Abschnitt des Tages gibt es einen eigenen Raum der von verrückten Designern und Künstlern gestaltet wurde.
Das Highlight ist zwar ganz klar der mit zwei Michelin Sternen ausgezeichnete Lecture Room unter der Obhut von Pierre Gagnaire. Bestimmt eines der besten Restaurants Londons. Aber egal ob ihr zum Frühstücken, zum Afternoon Tea oder auf eine Kleinigkeit hin geht, es ist immer speziell und sehenswert.

Am nächsten Mittag war Bier trinken und chinesisches Essen am Programm. Duck and Rice in Soho http://www.theduckandrice.com/ DuckandRice@London

fanden wir interessant. Also nichts wie hin. Schönes Lokal, zwar nicht mit Herzblut sondern mehr mit Geld eingerichtet aber geschmackvoll auf jeden Fall. Die Bierkarte ist gut aber nicht spektakulär. Mit dem Essen ist es das gleiche. Wir haben zwar wirklich nur gute Sachen bekommen, aber bewegt hat es uns nicht. Für eine coole Runde unter Freunden, ist es das richtige Lokal, ansonsten gibt es sicher spannendere.

Was ich euch sehr ans Herz legen kann, wäre ein Besuch im Drayton Arms Theatre. DraytonArms@London
http://www.thedraytonarmstheatre.co.uk Ein alt eingesessenes Pup in dem teilweise spannende und teilweise alternative Theater Aufführungen stattfinden. Manchmal laufen auch coole alte Filme. Ich mag die Stimmung und die Aura im Pup sehr. Vielleicht taugt es euch ja auch.

Zum Abschluss für den sicherlich nicht letzten Teil Londons. Muss ich euch noch einen Geheimtip unter den Lokalen nennen. Würdet ihr mich fragt, dann hat das Brawn http://www.brawn.co/ brawn@Londoneine der coolsten und spannendsten Weinkarten Londons und ein absolut schönes Angebot an Speisen. So ein Lokal wünscht sich jeder Gastronom in seiner Gegend. Ich wäre mindestens einmal die Woche da, mindestens. Ohne Witz es ist grandios unkompliziert.

Ich hoffe es war wieder das ein oder andere für euch dabei und ihr freut euch mit mir auf einen erneuten Besuch in dieser einzigartigen Metropole.

Nächste Woche erzähle ich euch ein wenig aus meiner Zeit in München und betrachte aus der Ferne was heute so passiert, sich verändert hat oder gerade up to date ist.

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Krakau

Krakau eine wunderschöne unterschätzte Stadt.

Krakau, ja Krakau, vielleicht wird es euch ein wenig ungewöhnlich vorkommen, das ich über eine Stadt in Polen schreibe. Doch ganz im Gegenteil, für all diejenigen unter euch die Kunst, Musik, Geschichte oder Tätowierungen lieben, ist Krakau genau die richtige Stadt.
Es gibt viel zu entdecken in dieser Stadt mitten in Polen. Egal ob ihr mit dem Flugzeug oder mit dem Zug anreist, es ist spannend zu sehen, wie sehr Polen immer mehr ihre geschichtlichen Zwänge, für die wir ja definitiv mit verantwortlich waren, hinter sich lässt und an allen Fronten aufholt. Am Bahnhof von Krakau stehen überall Chair One Sessel von Konstantin Grcic als Sitzgelegenheit rum, was ich liebe, denn er ist mein Lieblings Designer. Schöne, helle und moderne Architektur, trifft alte Backsteinbauten wohin man auch blickt.
Viele Studenten und Kreative sind mittlerweile nach Krakau gekommen um sich hier etwas aufzubauen. Kunst und Kultur sind ständig und überall präsent. Sie gehen Hand in Hand mit der Geschichte, entstanden im Zweiten Weltkrieg oder mit einem der größten Friedenshelden, der hier in dieser Stadt lange bevor er in den Petersdom zog, Bischof war.  Was ich mit Krakau zu tun habe und warum ich über diese Stadt schreibe. Wir sind recht oft und regelmäßig hier. Natürlich nicht nur weil es eine schöne, spannende Stadt ist, sondern weil sich hier einer der besten und einflussreichsten Tätowierer des gesamten Globus niedergelassen hat.
Victor Portugal http://www.victorportugal.com/ ist einer der großartigsten Tattoo Künstler was Horror, Realismus und Black and Grey Tattoos angeht. Es ist faszinierend sich mit ihm zu unterhalten, seine Kunst zu sehen, seine Nadel auf der Haut zu spüren und sich ein Bild über seine spezielle Art zu arbeiten zu machen. Er beeinflusst so viele junge Tätowierer auf der ganzen Welt und die wenigsten kommen an sein Genie herran. Er liebt außer Kunst und Geschichte auch düstere musikalische Klänge, alles mit Gründe die ihn dazu veranlasst haben, hier her zu ziehen. Es gibt ständig Metal Konzerte von bekannten aber auch von nicht all zu bekannten Bands in der Stadt. Wer von euch wie ich diese dunkle Art von Hautkunst liebt, sollte mal hier her kommen und sich unter seine Nadel begeben.

Kulinarisch, gibt es keine großen Gourmet Tempel wie in anderen Städten. Es gibt stattdessen viele kleine wunderbare Lokal, deren Preisleistung Angebot sensationell sind. Ich gebe euch ein paar Tipps, die wir immer wieder gerne besuchen, wenn wir hier sind.

Das Restaurant Illuminati, http://restoilluminati.pl/ Illuminati@Krakauist ein für polnische Verhältnisse eher nobles Lokal. Es ist nicht weit von dem Hotel in dem wir meistens schlafen gelegen und die Küche gefällt uns immer wieder. Schöne Weinkarte und netter Service. Wer was für einen eher gediegenen, speziellen Abend sucht ist hier richtig.
Wenn wir in Krakau sind schlafen wir meistens im Apartohotel Stare Miasto,
http://www.ahsm-krakow.com/n/ stareMiasto@Krakaues liegt für uns sehr gut im Stadtzentrum ganz nah am Domplatz und passt gut vom Preis her.
Unser Lieblings Steak Restaurant ist der kleine, nette Moo Moo Steak & Burger Club. https://www.facebook.com/MooMooSteakBurgerClub moo-moo-steak-and-burger@KrakauHier passt die Qualität und der Preis ist für unsere Verhältnisse der Wahnsinn.
Alchemia od Kuchni http://english.odkuchni.com/ alchemia_od_kuchni@Krakauist ein wirklich cooles, modernes, internationales Bistro. Dieses Lokal spiegelt zusammen mit dem

 

 

 

 

Restaurant Pino, http://en.restauracjapino.pl pino@Krakaudas ein ähnliches Angebot, vielleicht noch ein wenig aufwändiger und experimenteller anbietet, das moderne Krakau wider. Wirklich cool, beide könnten genauso in London oder Berlin stehen.
Zum frühstücken gehen wir am liebsten ins Sissi Organic Bistro,
https://www.facebook.com/sissiorganicbistro/ sissi@Krakaues ist eine positive, gemütliche Atmosphäre, mit guten Produkten und tollem Kaffee.

Das beste Sushi gibt es im Youmiko Sushi, https://www.facebook.com/YoumikoSushi/ youmiko-sushi@Krakauklingt für euch ein wenig skurril, dass ich kein traditionelles polnisches Restaurant beschrieben habe, dafür aber ein Sushi Lokal. Ja stimmt, ein wenig unfreundlich von mir, aber die meisten stehen mehr auf Sushi als auf deftige Hausmannskost. Uns geht es ähnlich. Darum Sushi, das geht immer, zumindest bei uns. Fakt ist, Youmiko Sushi, ist echt gut und freakig. Super nette Leute.

Ein zweiter Hotel Tipp meinerseits, ist das Hotel Puro http://de.purohotel.pl/krakow, puro@Krakauist ein modernes, angenehmes Designhotel wie sie in jeder Stadt zu finden sind. Wirklich cool, aber für unsere Zwecke leider am falschen Standort. Also schaut euch genau an, was ihr in Krakau machen wollt und dann entscheidet euch für eines der beiden Hotels. Mit beiden macht ihr auf keinen Fall nichts falsch.

Nächste Woche geht es mit London Teil III weiter…

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San Francisco und die zwei Lokale die uns so sehr bewegten.

The French Laundry & Flour and Water

Bevor wir damals unsere Reise angetreten sind, musste ich natürlich genau wissen, welche Lokale man unbedingt sehen muss. Da wir überall Freunde haben, wurden alle Kontakte angezapft und das ein oder andere Lokal stand schon fix auf unserer to do Liste.
Eines davon war schon von vornherein klar. Die French Laundry ist eines dieser Lokale die ich bevor es mit mir oder mit ihnen ein Ende nimmt, besucht haben wollte.
Thomas Keller ist einer der ganz großen unserer Branche. Es war und ist faszinierend, wie er es geschafft hat, in einer damals noch nicht so erschlossenen Gegend wie dem Napa Valley ein Lokal mit Weltruhm zu eröffnen und nun ein ganzes Gastronomie Imperium zu besitzen. Er ist wohl einer der konsequentesten Köche unserer Zeit. So viele seiner ehemaligen Schüler und Küchenchefs sind heute selber berühmte Stars in unserer Branche. Wie unter anderem Cory Lee von dem ich euch im sonntags Bericht erzählt habe. Thomas Keller war auch einer der ersten, der sein eigenes Gemüse und seine eigenen Kräuter angebaut hat. Die ganze kulinarische Szene Amerikas hat durch ihn profitiert. FrenchLaundryTür@Yountville

So nun genug über ihn und mehr zu uns.
Wir, also schon voll in der Planung für unsere Reise. Da durften natürlich die Reservierungen für die speziellen Lokale nicht fehlen. In der French Laundry einen Tisch zu bekommen, ist nicht wirklich das einfachste auf der Welt. Genaue Angabe von Zeitpunkt und Uhrzeit für die Reservierung werden fixiert. Ich also am Telefon, ich kann euch ohne zu lügen oder zu übertreiben sagen, ich war genau 1 Stunde und 2 Minuten ununterbrochen am Telefon bevor ich durch kam. Die nette Dame am anderen Ende der Leitung musste mir allerdings berichten, dass die Plätze für unseren Tag schon aus vergeben waren. Ich konnte es nicht glauben und wie ihr euch vorstellen könnt, war ich sehr traurig. Man kommt ja nicht jede Woche in die Gegend um eine zweite Chance dort zu essen zu bekommen. Wir wurden auf die Warteliste gesetzt und ich hab gedanklich schon damit abgeschlossen dort essen zu können.
Ich war trotz alledem ein wenig genervt und hab Freunde von uns, die dort mal gearbeitet haben darauf angesetzt uns ein wenig einen Vorteil zu verschaffen.
Doch erst als wir über der Hälfte unserer Reise und schon über unserem gesamt Budget waren, erhielten wir die Zusage für den Tisch in der French Laundry.
Wir also auf dem Weg von Salt Lake City nach San Francisco als wir den Anruf bekamen das es mit dem Tisch zu Mittag klappt. Wir hatten noch San Francisco, Los Angeles und Las Vegas vor uns. Doch die Entscheidung war schnell klar, ja natürlich kommen wir gerne. Wir bekamen Mittags einen Tisch, am selben Tag hatten wir zwar schon eine Reservierung in einem Lokal das uns ein Freund der mit dem Küchenchef zusammen gearbeitet hatte reserviert, doch das war uns egal.
Die French Laudry in Yountville mitten im Weinbaugebiet Napa Valley gelegen ist eine alte umgebaute Wäscherei. Von San Francisco ca. 45 Minuten mit dem Auto entfernt. Wir genossen schon die Fahrt durch die Weinberge sehr. Zu gegebener Weise  waren sehr nervös und voller Vorfreude, als wir durch die berühmte blaue Tür in die Heiligen Hallen schritten. Es war wirklich ergreifend dort zu sein wo so viel Gastronomie Geschichte geschrieben wurde. Es klingt für euch ein wenig übertrieben, aber wir empfanden es wirklich als großes Privileg dort speisen zu dürfen.
Der Service war wie erwartet ganz großes Kino. Eine Choreographie wie in einer Oper, in jedem Angestellten spürt man die Liebe zum Beruf und großen Stolz an diesem Ort arbeiten zu können. Jeder Gang war ein Vergnügen, einfach wunderbar, es hat sich wirklich rentiert. Wir hoffen beide nochmals dort essen gehen zu können. Als Krönung durften wir noch die Küche besichtigen und mit Thomas Keller persönlich sprechen. Normalerweise hasse ich es wenn, mich jemand fragt ob ich die Küche sehen will. Warum sollte ich eine Küche sehen wollen? Nein mal im ernst, ich verbringe jeden Tag weit über 12 Stunden in einer Küche, warum sollte ich dann auch noch an meinem Freien Tag eine Küche sehen wollen. Ist ja kein Raumschiff, auch wenn manche das glauben.
Doch Thomas Keller in der Küche zu sehen und mit ihm zu sprechen, war wirklich was spezielles. Er hat ohne Spaß, eine ganz eigene Aura um sich, sympathisch und bedacht fand ich ihn. Ich war echt Stolz, auch wenn das für euch komisch klingt.
Wir also fertig mit dem Essen und leicht angetrunken ab ins Auto und zurück in die Stadt. Einen Strafzettel haben wir auch noch bekommen, weil wir vor einem Hydranten geparkt haben. Wir waren eh schon ein wenig spät dran, aber noch guter Dinge noch ein wenig Verdauungsschlaf zu bekommen bevor das nächste Lokal ruft.
Doch der Verkehr, hatte wohl andere Pläne für uns. Wir standen echt krass im Stau und waren schon richtig genervt. Den die Zeit bis hin zur nächsten Reservierung rannte uns durch die Finger. Wir konnten weder absagen, noch wollten wir zu spät kommen, da wir ja die Reservierung über einen guten Freund hatten. Als wir im Hotel ankamen, blieb nur noch die Zeit die Autoschlüssel abzugeben. Also zur einen Tür rein und zur anderen Tür wieder raus und ab Richtung Flour and Water.
Wir haben uns entschieden, zu fuß zu gehen, damit wir wenigstens ein wenig Hunger bekommen würden. Wir waren wirklich nicht mehr all zu gut drauf, auch nicht wirklich hungrig und noch immer leicht angetrunken als wir knapp vor der Reservierung im Lokal ankamen. Da wir keine Zeit mehr hatten uns umzuziehen fanden wir uns auch  overdressed.

Flour+water@SanFrancisco
Das Lokal hieß Flour and Water und ist ein modernes italienisches Lokal das für große, positive Aufregung in San Francisco gesorgt hat.
Vor dem Lokal standen überall Leute mit Weingläsern, im inneren herrschte stark  ausgelassene Stimmung. Man konnte die Kellnerinnen kaum von den Gästen auseinander halten. Ein sehr junges, alternatives, künstlerisches Publikum war im Lokal zu Gast.
Als wir der Kellnerin unseren Namen nannten, fing sie an zu grinsen und freute sich voll, lief sofort zur halb offenen Küche und schrie dem Küchenchef, das wir da seinen. Wir wussten nicht wirklich was uns geschah, als der Küchenchef kam, er umarmte uns sofort als ob wir richtig enge Freunde die sich ewig nicht gesehen haben wären. Wir setzten uns gemeinsam an einen Tisch der für uns reserviert worden war und es wurde sofort Champagner bestellt. Ich kann euch sagen es war so herzlich, das all der Groll von zuvor, auf einmal weg war. Er wollte natürlich für uns kochen und fragte ob wir hungrig wären. Ich weiß nicht warum ich es gesagt habe, aber ich glaub es lag am Alkohol, das wir eigentlich überhaupt keinen Hunger hätten. In dem Moment wo ich dies ausgesprochen hatte, wartete ich auf eine angefressene Reaktion seinerseits, doch weit gefehlt. Er fragte ganz ruhig nur wieso? Darauf ich: „Wir kommen eigentlich direkt von der French Laundry“ Darauf er ganz begeistert: „Voll geil, wie war es denn? Hat es euch gefallen? War der Chef da?“ Er erzählte uns das er auch mal da gearbeitet hatte und dies die beste Zeit seines Lebens gewesen war. Wir waren beide recht perplex, ob dieser Reaktion, aber auch erleichtert. Wir wollten ihn ja nicht kränken, sondern einfach ehrlich sein.
Er schlug uns voller Emotion vor, einfach jedes Gericht kleiner zu machen und in die Mitte zu stellen, so dass wir alles probieren konnten, ohne dabei übersättigt zu werden.
Ich muss euch sagen, wir hätten niemals aufgehört zu essen, es war so unglaublich köstlich. Ich habe selten Gerichte, die mit so viel Liebe und Hingabe gekocht wurden gegessen. Jedes Gericht das den Weg zu uns an den Tisch gefunden hatte, war schlicht weg großartig. Nicht spektakulär und immer nachvollziehbar, doch einfach perfekt.
Es war einer dieser Abende, die wir sicherlich nie vergessen werden. Das schönste daran war, es war einfach so unkompliziert und gemütlich, als ob du zu Hause bei den besten Freunden gegessen hättest.
Ganz großes Kompliment!
http://www.thomaskeller.com/tflhttp://www.flourandwater.com/

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San Francisco

Die Stadt meiner Träume. Würde es eine Stadt auf dieser Welt geben die ich mir ganz spontan aussuchen könnte, in der ich leben dürfte, wäre es bestimmt die Stadt mit dem berühmtesten Gefängnis der Welt, mit der Wahrscheinlich berühmtesten Brücke der Welt, den tollsten Songs die je über eine Stadt geschrieben wurden und der mit Abstand coolsten und gedanklich freiesten Generation des letzten Jahrhunderts.
Jeder kennt die Geschichten über die Flower Power Generation, über Al Capone der nach Alcatraz gebracht wurde und da den schönsten Ausblick auf eine für ihn nicht zu erreichende Stadt genießen oder erdulden durfte, über die Menschen die beim Bau der Golden Gate Bridge gestorben sind, über Janis Joplin deren Karriere erst in dieser Stadt begann Geschichte zu schreiben. Oder über den wohl einzigartigsten Mensch der je gelebt hat, Steve Jobs der in San Francisco geboren und nicht all zu weit von da entfernt  in einer Garage die Welt verändert hat.
Man würde meinen San Francisco muss eine der fortschrittlichsten Städte der Welt sein, bei so viel Geschichte die diese Stadt hervorgebracht hat. Doch weit gefehlt, es gibt wohl wenige Städte die so unheimlich Charmant stehen geblieben sind, wie San Francisco. Man spürt den Geist der sixties noch heute und ich finde, das es kaum eine Stadt gibt, in der so offen Drogen und Obdachlosigkeit sowie der Gedanke der freien Meinungsäußerung in das Stadtleben so integriert und spürbar sind wie in dieser.
Es ist beängstigend und beruhigend zu gleicher Zeit, spannend und einprägend, aber vor allem wunderschön und ermutigend.
Diese Stadt hat so viele wunderschöne Plätze, das man sie gar nicht alle aufzählen kann. Ich erzähle euch von unserem San Francisco, der Stadt von der wir nicht genug kriegen, in die wir noch öfters fahren müssen, bis wir uns endlich den Mut nehmen dahin zu ziehen, um unseren Lebensabend dort zu verbringen.
Ja träumen kann und soll man, aber was uns diese Stadt lehrt – „Träume können wahr werden“!

Wo mit fange ich nur an, in meiner noch so jungen und unerfahren Bloger Karriere, viel es mir noch nie so schwer anzufangen als hier. Konzeptuell gedacht ist es wohl das beste mit dem Frühstück zu beginnen.
Nur durch reinen Zufall sind wir zum besten Frühstück unserer Amerika Reise gestoßen. Wir waren damals mit dem Hangar 7 fertig und wollten uns eine kleine aber feine Auszeit gönnen. Also ab nach Amerika, knapp drei Monate sollten es sein und so viel wie möglich sollte auf unserer Liste stehen.
Im letzten drittel der Reise dann endlich in San Francisco angekommen, musste Anita sich das berühmte women´s building ansehen. Ja gut, das ist nicht unbedingt spannend für euch, aber wie es der Zufall so will, sind wir auf Grund dieses Vorhabens zu wohl einer der besten Bäckereien Amerikas gestossen. Der Tartine Bakery. http://www.tartinebakery.com/ IMG_1709
Also, wir zwei auf der Suche nach diesem Gebäude, als wir das Gefühl hatten in der Nähe zu sein, hat mich der Ehrgeiz gepackt und ich hab jemanden auf der Straße nach dem besagten Gebäude gefragt. Ich muss ja zugeben ich war ein wenig ungeduldig, aber na ja, im Nachhinein Betrachtet war es ja auch gut so. Ich rüber zu dem Typen, frag wo denn das tolle, eindrucksvolle Gebäude wäre, sagt mir er. „Also das Gebäude ist dass da, aber wenn Ihr gut Frühstücken wollt, dann geht die Straße runter, einmal ums Eck, da seht ihr schon die Schlange der anstehenden Menschen. Da müsst ihr hin“. Gesagt, getan. Wir also zwei, drei Fotos von dem Super Woman´s Building und ab zu diesem besagten Anlaufpunkt für Kaffee Freunde. Er hat nicht zu viel versprochen, die Schlange war wirklich lang, die halbe Straße lang, aber es ging trotzdem recht zügig voran.
Als wir endlich drin waren, wurde uns klar warum hier so viele Menschen frühstücken wollten. Die Vitrinen voll mit köstlichsten Tartlets, Kuchen, Crossaints, frischem Brot, Keksen, einfach allem was das Herz begehrt. Mann bestellt von Dame zu Dame und die Schlange endete bei einer jungen Frau an der Kaffee Maschine, die sich zu keiner Zeit aus der Ruhe bringen lies. Mit jedem Capuccino oder Espresso den sie fertig hatte, schrie sie kurz auf und konzentrierte sich auf den nächsten. Einen nach dem anderen, man würde meinen den Leuten ginge es zu langsam, aber mit dem ersten Schluck war klar, auf diesen perfekten Kaffee wartet jeder gern ein wenig länger.
Die Qualität war wirklich großartig. Ihr könnt euch vorstellen das wir nicht das letzte Mal da waren.

Der erste Tag, war logischerweise geprägt von, auf und ab springen was sich in San Francisco auch nicht vermeiden lässt. So schön diese Stadt. Am frühen Abend, nicht weit von unserem Hotel entfernt, lauschten wir sehr gemütlicher Jazz Musik vor einem Lokal. Als wir da waren, konnten wir nicht anders als unseren Aperitif bei guter Musik und gemütlichem Treiben vor diesem Lokal zu genießen. Nach dem ersten Schluck überkam ein kleiner bösartiger Freund, der Hunger unsere Mägen. Also gut mein Freund, wir in den oberen Stock wo sich das Restaurant befand, hingesetzt und fest mit dem Gedanken nur eine Kleinigkeit zu bestellen, den Kellner nach der Karte gefragt. Auf der ersten Seite waren ausschließlich Austern, Muscheln und Krebse. Ich brauch euch eh nicht sagen, wie sehr ich mich gefreut habe. Die restliche Karte, war recht Italienisch angehaucht, wir haben also eine Flasche Wein, reichlich Austern und Muscheln bestellt, nach der ersten sensationellen kleinen japanischen Austern war klar, dass wir hier nicht weg kommen werden. Ist ja auch nicht schlimm wenn man 3 Monate Urlaub hat. Also zweite Flasche Wein bestellt, ein wenig Pasta und ein Huhn im ganzen gebraten. Der Kellner hat uns das empfohlen, es soll schon seit Jahren die Spezialität des Hauses sein. Na ja Huhn gebraten mögen wir passt auch gut zum Wein also warum nicht.
Als das Huhn dann zu uns an den Tisch kam, muss ich zu geben, waren wir im siebten Himmel. Das Huhn wurde nur im ganzen mit Brot, Rosinen, Rucola und Brennesel gefüllt, gewürzt und in einem Holzkohle Ofen gebraten und samt der Knochen gehackt.
Ich bin schon lange Koch, wie sie es aber geschafft haben, das Huhn saftig, das Brot knusprig aber nicht verbrannt, die Rosinen saftig zu halten ist mir heute noch ein Rätsel. Es war wirklich eine Sensation.
Ach so ihr wollt den Namen von der Kneipe wissen, Zuni Cafe hieß der Laden, ich bin mir sicher den gibt es immer noch und wenn Ihr drüben seit, dann bitte geht hin. Gibt sogar Bier aus Salzburg. http://www.zunicafe.com/ ZuniCafe@SanFrancisco

Am nächsten Tag, war natürlich weiterhin Sightseeing angesagt. Die Klassiker natürlich, Pier 77, Alcatraz, Cable Cars fahren inklusive dem Cable Car Museum und den ersten Blick auf die Golden Gate Bridge.

Doch das Highlight an diesem Tag war definitiv das Benu. http://www.benusf.com/

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Das Benu von Cory Lee. Cory Lee war lange Zeit Küchenchef in der French Laundry unter Thomas Keller. Ein extrem reduziertes Lokal, dunkel, modern, ausschliesslich klare, gerade Formen. Alles bis aufs kleinste Detail durchdacht. Seine Küche ist so detailliert und intensive, das es einem fast schon ein wenig zu viel werden kann. Uns ging es zumindest so. Ich habe noch nie einen Küchenchef erlebt der so extrem in jede Richtung eines Gerichts geht. Jeder Gang war so klein und konzentriert es war der Wahnsinn. Damals hatte Cory Lee noch einen Vorarlberger Restaurant Leiter. Emanuel Moosbrugger, das wussten wir zu diesem Zeitpunkt als wir reservierten noch nicht. Witziger weiße, haben wir uns schon mal auf einem Geburtstag eines gemeinsamen Freundes gesehen, doch wahrscheinlich war der Alkohol an diesem Abend zu dominierend, sodass wir uns aneinander nicht mehr erinnern konnten.
Also er uns bedient, mit einem perfekten Englisch, doch ich kann es euch aus eigener Erfahrung sagen, den Dialekt eines Vorarlbergers bekommt man einfach nie ganz raus.
Irgendwann kurz vor dem Hauptgang, sagte ich zu Anita, das ich glaubte ihn zu kennen und er müsse ja aus dem Ländle stammen. Doch erst beim Weinwechsel wurde mir klar das er es sein müsse. Ich, also intuitive ohne Vorankündigung mitten im Lokal angefangen  im Dialekt zu reden. „Du bischt doch Emanuel odar?“ Er sah mich kurz entrüstet an und antwortete mit Ja klar, ich dachte doch das wir uns kennen. Wir also mitten in San Francisco angefangen im tiefsten Dialekt uns zu unterhalten, so dass das ganze Lokal seine Blicke verwundert auf uns richteten. Lustig, oder? Wir haben dann eine Küchenführung zum großen Meister bekommen, der nicht wirklich körperlich groß, aber wirklich einer der größten Köche die ich je gesehen habe ist.

Wer in San Francisco das erste Mal zu Gast ist, sollte unbedingt nach Alcatraz fahren, nicht nur weil die Geschichte dieses Gefängnisses einzigartig ist und es wirklich spannend gemacht wird. Auch weil die Fahrt dahin mit dem Boot, sowie die Aussicht einmalig ist. Es muss jeden einzelnen Gefangenen bis ins Herz getroffen haben, jeden Tag diese tolle Stadt zu sehen und zu wissen, nie wieder einen Fuß in die Stadt setzten zu können. Bis auf die Herren, die es anscheinend als einzige geschafft haben, auszubrechen. alcatraz@SanFrancisco

Wer für längere Zeit in San Francisco ist, sollte sich auf jeden Fall ein Auto mieten und diese extrem auf und ab führenden Straßen befahren. Vielleicht nicht so wie Michael Dougles und Karl Malden in „die Straßen von San Francisco“ aber zumindest mit offenen Augen und wachem Geist. Dann ab auf die Golden Gate Bridge, es war ein unglaublich cooles Gefühl über die Legende unter den Brücken zu fahren. Wir hatten wirklich Gänsehaut feeling bei unserer Fahrt Richtung Highway One. Wir wollten damals, die San Andreas Spalte besichtigen und den Ort an dem Alfred Hitchcock die Vögel gedreht hatte. Na ja ehrlich gesagt, gab es damals Diskussionen zwischen uns, ob wir den Highway One in Richtung San Diego oder in Richtung Hitchcock nehmen sollten. Im Nachhinein gesehen, hätte ich mich durchsetzen sollen und in Richtung San Diego fahren. Wäre sicher schöner und spannender gewesen. Zumindest hätte ich die ein oder andere Bikini Schönheit erblickt. Na ja, Mann kann nicht immer alles haben.
So kleine Fehlorientierung sind uns in San Francisco mehrmals passiert. Da war doch diese unglaublich Charismatische Sängerin der 60iger Jahre Janis Joplin. Eine sehr coole Frau wie ich finde, wir also natürlich auf der Suche nach ihrem Wohnhaus, fest in dem Glauben das müsste was besonderes sein und da gäbe es quasi heute noch Fans die Blumen und andere Dinge hinlegen und ihre Lieder hören. Ich glaube nicht zu übertreiben, wenn ich euch sage, das wir sicherlich 3 Stunden gesucht haben und zweimal dran vorbeigelaufen sind, bevor wir mit entsetzten feststellen mussten, das dies Haus in dem sie gelebt hatte, einfach nur ein normales Haus ist, wo nun einfach andere drin leben. Komisch fanden wir, aber sie war halt einfach nicht Justin Bieber oder Georges Clooney.

Die berühmte Lombard Street, müsst ihr euch auch ansehen oder sie selber befahren. Für alle die noch nie von Ihr gehört haben, sei erklärt. Die Straße ist nicht sehr lange, aber mit 10 sehr scharfen, schön begrünten S-Kurven versehen. Der berühmte Abschnitt wurde mit kleinen roten Pflastersteinen ausgelegt und dient als Schauplatz von waghalsigem Treiben. Denn zwischen den im Schritttempo fahrenden Autos, werfen sich junge Helden mit Ihren Skate Boards auf das starke Gefälle und schlängeln sich durch die Kurven an den Autos vorbei.

Es gibt noch mehr Lokale die ich euch umbedingt empfehlen muss, das was sicherlich momentan am meisten Aufmerksamkeit auf sich zieht und das zu Recht ist das Saison http://saisonsf.com/ Saison@SanFrancisco.png

wir hatten das Vergnügen schon da zu sein, bevor der Hype los ging und sie noch keine 3 Sterne hatten. Schon damals ein absolutes Highlight ehrlich. Sicherlich eines der spannendsten Lokale in dem wir je waren.
Dann das Coi http://coirestaurant.com/ von Daniel Patterson mitten in China Town gelegen, ist ebenfalls eine Besuch wert. Coi@SanFrancisco

 

 

 

 

 

 

 

Das A16 http://www.a16sf.com/ ist kein Fine Dinning sondern eine moderne Pizzeria, aber sehr geil. a16@sanfran
Und dann gibt es da noch zwei Lokale über die ich euch unbedingt berichten muss. Beide mit Abstand die Größten Highlights unseres Amerika Trips und so unterschiedlich. Doch über die zwei Berichte ich euch Mitte der Woche mit einem Zusatz Artikel, denn die würden hier einfach nochmals zu viel Platz einnehmen. Freut euch drauf und hoffentlich kommt ihr mal in das Vergnügen diese Stadt zu besuchen.

Also stay tuned…

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Herzensangelegenheit

Der ein oder andere wird sich gefragt haben, warum Herzensangelegenheit? Vielleicht hat sich ja auch keiner gefragt – wer weiß das schon.

Ich erzähl euch von meiner und Anitas Hochzeit.
Ich erzähl euch von einem Heurigen bzw. einem Weingut sowie einem Restaurant.

Wenn ein Vorarlberger und eine Osttirolerin, die in Salzburg leben heiraten, dann ist doch eigentlich klar das es im Burgenland sein muss. Nein, im Ernst. Wir haben uns schlichtweg in die Gegend sowie in zwei einzigartige Lokalitäten verliebt.
Das eine, im kleinen Ort Schützen am Gebirge beheimatet, ist schon seit ewiger Zeit eine ganz große Nummer in Österreichs Spitzengastronomie und kann trotz oder gerade wegen der Übergabe an die jüngere Generation ganz oben mitmischen. Eine so tolle und eigenständige  Art von Gastronomie auf höchstem Niveau, gibt es zu selten. Als wir das erste Mal zu Gast waren, fühlten wir uns so wohl und es hat uns so gefallen, dass wir wussten das wir bald wieder kommen mussten. Dass es dann doch so bald sein würde und zu so einem Anlass war uns an diesem Abend selbst noch nicht bewusst. Denn unser Erster Besuch im Taubenkobel, war ende Juni diesen Jahres. Geheiratet haben wir dann im September.
http://www.taubenkobel.com/ taubenkobel@Burgenland

Der Taubenkobel hat so viel zu bieten, das es ein sehr langer Bericht werden würde, wenn ich alles aufzählen würde. Nur die wichtigsten Details erzähl ich euch, damit euch wie mir das Wasser im Mund zusammen läuft und euch die Motivation packt ins schöne Burgenland zu fahren.
Als Koch fang ich mal mit der Küche an.
Alain Weissgerber der Schwiegersohn des Hauses hat die Küchenleitung über und kocht mit so eigenständiger und wunderbarer Hand, das ich jeden Tag bei ihm essen könnte. Ihm einen Küchenstile unterzujubeln, wäre vermessen. Nur die besten Produkte, von den besten heimischen Produzenten werden so liebevoll in Szene gesetzt, das jeder Teller der die Küche verlässt ein wahres Fest ist. Man muss nicht auf Fleisch und Fisch stehen, denn auch Vegetarisch zu essen ist im Taubenkobel ein riesiges Erlebnis.
Die Weinkarte ist einzigartig, Eveline Eselböck hat schon lange bevor Orange Wine und Bio Dynamik im Weinbau ein Riesen Thema wurden, erkannt wie viel Potential in dieser Art von Wein machen steckt. Dementsprechend ist die Weinkarte strukturiert. Ok ja das gibt es mittlerweile in einigen guten Lokalen, aber weit aus nicht mit dieser Tiefe an Jahrgängen und Spezialitäten. Einfach großartig, wirklich. Auch der neue Sommelier, Peter Heimlich Müller, der an der Seite der bezaubernden Barbara Eselböck im Service die Weinzügel in der Hand hält, passt mit seiner liebevollen und Wein begeisternden Art perfekt in dieses herzliche Haus. Barbara hat eine unglaubliche Art und Weise ihr Service Team, sowie die Köche die mit verschiedensten Gängen aus der Küche kommen zu steuern. Die Räume im Taubenkobel sind voll mit Kunst und den schönsten Details, liebevoll und gemütlich. Selbst das wohl berühmteste und aussagekräftigste Cover einer Zeitung der letzten Jahre, hängt gerahmt im Taubenkobel. „Coole Aussage“ hätte ich auch gern, war aber wohl viel zu langsam.
Der Taubenkobel ist nicht nur ein Restaurant. Er ist Hotel, Oase, Greisslerei, Restaurant und wie gesagt Zufluchtsort für alle Genießer mit Hang zu schönen Dingen. In der Charmanten Greisslerei gibt es super feines Essen und tolle handverlesene Produkte zu kaufen. Egal ob zum Frühstücken oder zum Mittagessen man sollte viel öfter runter fahren um dort zu verweilen. Greisslerei@Burgenland
Die großzügigen Hotelzimmer sind so speziell und liebevoll eingerichtet, das jedes einzelne, eine kleine Alice im Wunderland Welt für sich ist.
Im Herzen des ganzen Anwesens, befindet sich ein Ruheoase die Ihresgleichen sucht. Wir genossen so wundervolle Stunden, nach einer wahrlich harten Nacht, bei himmlischen spät Sommertemperaturen direkt am Bio-Schwimmteich und haben richtig viel Kraft und Energie für die bevorstehende kirchliche Trauung in uns aufgesaugt.
Denn ich muss gestehen, das bei so einer Weinkarte ich auf keinen Fall widerstehen kann. Es sei mir verziehen, ich habe als Bräutigam trotz der guten Tropfen eine tolle Figur gemacht. Dafür gibt es Zeugen…

Nach der kirchlichen Hochzeit im schönen Rust, war einen Feier, die nicht besser hätte sein können im einzigartigen Gut Oggau veranschlagt. http://www.gutoggau.com/ GutOggau@Burgenland
Das Gut Oggau im kleinen Ort Oggau, ist nicht nur ein großartiges Weingut, sondern auch eine Heurigen der so entzückend ist, das für uns nach dem ersten Besuch kein Zweifel bestand, dort heiraten zu müssen.
Das Weingut Gut Oggau von Stephanie Tscheppe-Eselböck und Eduard Tscheppe ist für mich, eines der spannendsten Weingüter in Österreich. Die zwei haben eine ganz eigene Art Wein zu machen. Aber nicht nur das, sie sind einige der wenigen Winzer, die  Komplett biodynamischen Weinbau mit all seinen Facetten und  seinem zwangsläufigen Vertrauen an die Natur verschrieben haben. Auch weitergedacht wurde von Anfang an, was das Konzept für die einzelnen Weine betrifft. Nicht bereit sich auf Glück zu verlassen, haben die beiden entschieden, Ihren Weinen, Gesichter, Namen und somit Charakter zu geben. Damit wurde gewährleistet das, sich die Herrschaften, wie Winifried, Atanasius, Mechthild und viele mehr, nicht in eine fix beschriftete Schublade stecken lassen, sondern durch ihre Charakteren jedes Jahr aufs neue zu einer ganz neuen Weinfamilie zusammen wachsen.

Im Heurigen geht jedem Gast das Herz auf wenn eine Etagere gefüllt, mit zum Beispiel einem traumhaften kleine Leberkäse, geräuchertem Aal mit Sahnekren, einem Camembert vom Seewinkler Schaf mit Zwetschken Chutney oder einem super knusprigen Feuerfleck mit Speck und Zwiebeln in dieser Umgebung serviert wird. Es gibt viele kleine Schmankerl, mit denen Sie Ihre persönliche Etagere bestücken können und alle machen Lust auf mehr. Der Heurigen auf Gut Oggau ist ein wahrer Kraft Platz und dies beweist auch die Storchenfamilie die sich auf dem Schornstein angesiedelt hat. Bei unserem letzten Besuch, war die ganze Familie vor Ort und hat trainiert für die große Reise in den Süden. (So schön wär´s, mit ihnen mit fliegen zu können)
Unsere Hochzeit war wie wir es wollten, so unkompliziert und liebevoll ausgerichtet, das man es kaum beschreiben kann. Nach den oben beschriebenen Köstlichkeiten, gab es bei uns ein Wunder schönes und großartig saftiges Spanferkel das definitiv nicht umsonst gestorben ist. Einen wunderbaren Apfel-Streusel-Kuchen und eine ungarische Krautsuppe um Mitternacht. Der Service war so nett und zu vorkommend, hat uns keine Sekunde mit einem lehren Glas stehen lassen und allen Gästen das Gefühl gegeben, dass sie an diesem Abend die wichtigsten Menschen auf der Welt seinen. Dazu die geilen Weine der beide.
Wir hätten es absolut nicht besser treffen können. Es war perfekt!

Wem das Übernachten im Taubenkobel zu teuer ist, oder in dessen Pläne es nicht passt, der hat ausserdem die Möglichkeit im Drahtesselböck zu übernachten. http://www.drahteselboeck.com/ Drahtesselböck@BurgenlandEine kleine Pension in Rust, von der aus sie mit dem eigenen oder ausgeliehen Fahrrad, eine oder mehrere toller Rad Touren starten können.
Ein weiterer Tipp, ist die Fahrt ins Nahe gelegene Ungarn. Direkt auf dem See, befindet sich ein Haus das mit Stelzen aufs Wasser gebaut wurde. Das Haus im See, http://www.hausimsee.at/ haus-im-see@Burgenlandin dem ihr euch wie auf Sylt vorkommen werden und in dem Sie köstliches vom Grill genießen können. Wir hatten ein tolles Côte de Boeuf das wirklich perfekt gebraten wurde. Diese Aussicht auf den Neusiedlersee lohnt sich auf alle Fälle.
Nun hoffe ich, das ich euch ein wenig Lust auf das bezaubernde Burgenland und die beschriebenen Betriebe gemacht habe. Wer von euch allerdings im Dezember in den Taubenkobel möchte, wird wenig Glück haben. Die beiden sind über die Weihnachtszeit in die Hauptstadt gezogen und werden die Wiener Gäste mit Ihrem Pop Up im Dogen Palast in der Praterstraße 70 verwöhnen. Von Montag-Samstag wird ab 09:30 Uhr Frühstück bis 11:30 Uhr, 11:30 Uhr bis 17:00 Uhr eine Bistro Karte und ab 19:00 Uhr 3 verschiedene Restaurant Menüs angeboten. tauben-dogen@Wien

 
Nächste Woche erzähl ich euch von der betörenden Stadt San Francisco….