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PARADOXES REISEN

In PARADOXES REISEN/ PARADOXON

Indien

Indien:

Lange ist es her, seit ich mit euch einen Beitrag geteilt habe. Viel zu lange würde ich sagen. Doch es ist einfach viel passiert in meinem Leben. Einiges davon hat mich so stark beschäftigt und in Beschlag genommen, dass ich keinen Gedanken fürs Schreiben übrig hatte. Irgendwann waren meine Gedanken, meine Wünsche, meine Sehnsüchte, ja sogar meine Ängste so groß und unkontrollierbar, dass ich beschlossen habe, diese Reise anzutreten, von der ich euch nun berichte.

Es ist eine Reise ohne Ziel und ohne Anspruch. Eine Reise ohne kulinarischen Hotspot oder monumentale Sehenswürdigkeiten. Eine Reise mit mir, für mich und vielleicht sogar zu mir.

Nun sitze ich hier im Flugzeug, habe die Hälfte meiner Strecke schon hinter mir und frage mich gerade, ob sich nach dieser Reise etwas ändern sollte oder sogar muss. Ich bin gespannt, ob ich zu einem späteren Zeitpunkt eine Antwort auf diese Frage habe. Ich muss zugeben, dass die anfängliche Nervosität und die zwischenzeitliche Angst verschwunden sind. Das alles hat sich mittlerweile in Vorfreude und eine innere Ruhe verwandelt. Eine innere Ruhe, die ich nicht kenne. So muss es sich anfühlen, wenn man nach Hause kommt. Dieses Gefühl ist mir neu, ich habe mich nirgendwo so wirklich heimisch gefühlt. Oder ist das vielleicht nicht das richtige Wort? Ich habe nirgendwo das Gefühl gehabt, nach Hause zu kommen. Ich kenne überall eine Familie bestehend aus den tollsten Freunden, die man sich vorstellen kann, aber ortsbezogene Heimatgefühle kenne ich nicht.

Im Vorfeld dieser Reise hat sich beinahe jeder positiv über Indien geäußert. Ich bin sehr gespannt, was dieses Land mit mir machen wird, wozu es mich zwingen wird und was ich mit nach Hause nehmen darf. Es ist übrigens die erste Reise, die ich angehe, bei der ich nicht genau weiß, wohin ich essen gehen werde, was für Restaurants in der Nähe sind, wo coole Bars versteckt sind oder tolle Hotelkonzepte wären, die ich mir anschauen müsste. Irgendwie fühlt sich das ganz erfrischend an.

Ich habe mich nicht mal besonders mit dem Ashram beschäftigt, in den ich gehen werde, geschweige denn mit der Stadt, in der er sich befindet. Ich habe für mich entschieden, alles diesmal auf mich zukommen zu lassen und mich treiben zu lassen von den Situationen und den Menschen, denen ich begegnen werde.

Nach einer recht kurzen Nacht muss ich feststellen, dass das gut gemacht wird. Hier werden dir sofort ohne Druck deine Konventionen genommen. Während ich gewohnt bin, pünktlich zu sein, scheinen hier die Uhren ein wenig anders zu ticken. Vielleicht sollte ich meinen Pünktlichkeitszwang mal überdenken? Zumal man schon auf Facebook lesen kann, dass unpünktliche Menschen kreativer sein sollen. (Jetzt muss ich echt schmunzeln…)

Nach einer kurzen Führung über das Gelände werden uns die wichtigsten Regeln und Meditationen erklärt. Doch bevor das los geht, dreht die junge nette Dame aus Island, die die Führung mit uns macht, die Musik auf und bittet uns zu tanzen. Ja, zu tanzen?!?! Jeder, der mich kennt, kann sich meinen Gesichtsausdruck und meine Gedanken vorstellen. Doch nach zwei bis drei Minuten, in denen das Spektakel auf mich wirkt, muss ich feststellen, dass es ohne Zwang und ohne Kontrolle passiert und mich auch beim nichts tun keiner beachtet oder rügt. Also fange ich ebenfalls an zu tanzen. Es ist großartig, denn bis dato stammen meine einzigen Tanzversuche aus einem dunklen Club, in dem ein guter DJ aufgelegt hat, und den mickrigen Stunden in der Tanzschule.

Das ganze hier ist, muss ich feststellen, ein Zwischending zwischen Urlaub für die Seele und Zuhause sein. Alles ist natürlich ungezwungen und unaufdringlich. Du kannst eigentlich tun, was dir gerade Freude bereitet. Man lernt schnell Menschen kennen und findet intuitiv die passenden Plätze. Situationen und Gespräche ergeben sich wie von selbst. Das Schöne daran, all die Gespräche sind nicht oberflächlicher Natur und reduzieren sich nicht auf deine Arbeit, deine Kleidung, deine Herkunft, deine Uhr oder gar dein Aussehen. Jeder hier hat eine Geschichte und einen Weg, der ihn hierher gebracht hat. Denn eines ist klar, hier ist keiner, der eigentlich in Lloret de Mar einen All-inclusive-Club buchen wollte und kein Zimmer mehr bekommen hat.
Ich habe wirklich noch nie einen Ort gesehen, an dem es so einfach ist, Kontakte zu knüpfen und zeitgleich der Einsamkeit zu frönen. Faszinierend, was für Menschen hier aufeinandertreffen und was sie zu erzählen haben.

Nach der Einführung und den ersten Meditationen ist mein Hunger dann doch groß. Ich muss auch sagen, dass viele Meditationen mit körperlicher und geistiger Beanspruchung verbunden sind. Einige Meditationen sind wie Sport und körperlich anstrengend. Einige sind für den Geist extrem anstrengend und wieder andere zutiefst entspannend.

Da ich, wie das Leben so spielt, gleich einen wundervollen Menschen kennenlernen durfte, der Indien ein wenig intensiver kennt, sieht und liebt, ist das erste Essen gleich außerhalb der behüteten und beschützten Wände des Ashrams in einer kleinen Behausung, in der sich die Katzen, Hühner und Gäste den Platz am Boden beim Essen teilen. Das Essen ist einfach, aber geschmacklich großartig. Ich habe knapp vier Euro für beide bezahlt. Menschen kennenzulernen, die einen Fremden nach 10 Sätzen mitnehmen und mit denen man sich dabei unterhält, als ob man sich schon Jahre kennen würde, ist faszinierend, befreiend und wunderschön.

Trotz all der tollen und interessanten Erfahrung am ersten Tag, stellt sich abends im Zimmer dann doch ein leichtes Gefühl der Einsamkeit ein. Ob es das alleine sein war oder die Tatsache, nicht allein sein zu müssen, aber es irgendwie zu wollen, ist mir noch unklar. Doch nach einer erholsamen wieder nicht allzu langen Nacht ist dieses Gefühl verflogen, und ich bin voller Tatendrang und Neugierde.

Der Morgen hier ist wunderschön, ein leichter Nebel hängt in den Bäumen und die Luft ist so erfrischend, alles wirkt so entspannt und beruhigend auf mich, dass ich mir wünsche, ab jetzt und für immer den Morgen so erleben zu dürfen. Die Tage beginnen um 05.30 Uhr und die erste Meditation geht um 06:00 Uhr los. Danach liegt es in deiner Hand. Den ganzen Tag fallen die unterschiedlichsten Meditationen und Workshops an, so dass einem nie langweilig werden kann. Wobei es hier keine Langeweile gibt, denn wenn ich mal keine Meditation besuche, lese oder irgendwo essen bin, sitze ich am Badeteich und genieße die Natur. Wie verrückt ist es, dass wir verlernt haben, die Natur so intensiv zu genießen und zu beobachten? Denn mich quält meistens das Gefühl, keine Zeit dafür übrig zu haben.

Nach drei Tagen kommt die Frage in mir auf, ob ich Zeit verschwende? Denn all die offenen Fragen, Themen und Probleme, die ich von Salzburg hier her mitgebracht habe, haben bisher keinen Platz. Ganz im Gegenteil, sie sind wie weg, nicht mehr greifbar, auch wenn ich versuche, in einer ruhigen Stunde darüber nachzudenken, ist es, als ob das alles nicht mehr wichtig, ja sogar nicht mehr vorhanden wäre. Es ist aber nicht so, dass ich sie für die Zeit hier unterbewusst zur Seite geschobene habe. Nein, ich habe sie akzeptiert, verstanden, lieben gelernt und das Positive aus ihnen gezogen. Zuhause werden sie zwar noch da sein, aber als das, was sie wirklich sind. Positive Wegweiser in eine tolle und spannende Zeit, die hinter mir und noch vor mir liegt. Mein Herz ist nun offen für so viel Neues und Tolles, das noch geschehen wird, sodass ich froh über all das bin, was dem Ganzen vorangegangenen ist. Denn Festhalten tut manchmal mehr weh als Loslassen.

Also frage ich mich: Kann es Zeitverschwendung sein, die Zeit einfach nur zu geniessen, ohne immer einen Zeitplan zu haben und ohne etwas vermeintlich wichtiges geschafft zu haben? Es löst sich alles von selbst, wenn man bereit ist, seinem eigenen Weg zu folgen.

Ich finde es spannend zu sehen, wie klar einem die eigenen Muster werden. Wie einfach man teilweise doch gestrickt ist und wie schwer es ist, diese Muster abzulegen. Aber ich glaube, einige davon kann ich lösen und hier lassen.
Langsam fangen die Meditationen an, bei mir wirklich tiefgründig zu funktionieren und mich mental zu verändern. Es ist gerade 13:30 Uhr und ich habe schon 4 Stunden Meditation hinter mir. Alle unterschiedlich und die meisten im ersten Moment verwirrend, ja teilweise sogar verstörend. Bei einer der heutigen Meditationen, in der es um die Heilung der Chakren gegangen ist, hatte ich phasenweise wahrhaftig das Gefühl, neben mir zu stehen und mich selbst zu beobachten sowie zu unterstützen. Jede Meditation hilft dabei, dein Bewusstsein zu erweitern und zu bereichern. Es ist schon fast erschreckend, wie schnell sie anfangen zu funktionieren.

Hier ist wirklich alles ein wenig verrückt. Mitte der Woche hatte ich eine unsagbar schlechte Nacht mit Albträumen, die so real waren, dass ich sogar bei eingeschaltetem Licht im Zimmer die Bilder noch wie in einem Fernseher vor Augen gesehen habe. Wird wohl langsam anfangen zu wirken und mein Unterbewusstsein wird sich wohl neu sortieren. Also, es wirkt …

Das hier ist eine ganz eigene Welt und ein ganz spannender Platz. Wunderbar auf jeden Fall, ich genieße es sehr. Das Leben als kommunenartig zu bezeichnen, trifft es nicht im geringsten. Diese Welt hier funktioniert nach ihren eigenen Gesetzen. Alles ist strukturiert, durchdacht und geplant, doch bietet es so viel Platz für deinen persönlichen Freiraum. Ich nehme mir bewusst manchmal Raum und Zeit für mich selbst. Ich finde es auch gut, dass ich mir auch die Zeit nehme, die Stadt, die Menschen und die Kultur kennenzulernen. Auch wenn ich dabei auf die ein oder andere Mediation verzichte. Aber da ich täglich zwischen 6 und 9 Stunden in der Meditation bin, finde ich das auch nicht schlimm. Muss mich ja dem Lebensfluss hingeben und wenn der mich nachts in die nicht so schönen Teile der Stadt bringt, dann wird das schon seinen Sinn haben. Es bringt mich zumindest Indien, mir selbst und meinen inneren Ängsten näher. Vor allem wenn die Rückfahrt einem Achterbahn ähnlichen Gefühl gleicht und in einer Rikscha erfolgt, und ich mich wie ein kleines glückliches Kind fühle.

Ich gewöhne mich langsam an Indien und das Leben hier. Für uns ist es einfach nicht erklär- und vorstellbar, wie das Leben hier funktioniert. Aber es scheint, dass es trotz der Widrigkeiten für die meisten einen Sinn ergibt. Ich könnte mir mittlerweile sogar vorstellen, hier mal eine Zeit leben zu können und auch zu wollen. Mal sehen, was das Leben für mich in diesem Zusammenhang noch bereit hält.

Das Essen ist einfach großartig, ich vermisse kein Fleisch, keinen Kaffee und keinen Alkohol. Alles ist so vielseitig und berührend. Ich habe mich auch langsam daran gewöhnt, nur mit den Fingern meiner rechten Hand zu essen, was mich jedes Mal auf eine ganz komische Art und Weise glücklich macht. Ich habe wirklich das Glück, dass man mich bei der Hand nimmt und mir die spannendsten Plätze zeigt, denn ehrlich gesagt, würde ich mich trotz meiner Neugierde in die meisten Läden oder Stände nicht reinsetzten.

In vielerlei Hinsicht ist es spannend zu sehen, wie einem hier die Zeit unter den Fingern davon rinnt, ohne dass man es bemerkt. Man ist hier permanent präsent und im Moment, was wie zu einer Sucht wird. Zuhause ist oft eine halbe Stunde zu meditieren unvorstellbar oder eine Stunde nur unter den Bäumen zu sitzen, hier bin ich bis zu 9 Stunden täglich in der Mediation oder sitze stundenlang unter einem Baum, und es belastet mich nicht im geringsten. Ganz im Gegenteil, nach jeder Stunde, die vollendet ist, freut man sich schon auf die nächste.

Ich kann sagen, dass mir weder Internet, Zeitung, Fernsehen oder Telefon wirklich fehlt. Ich finde sowieso, dass wir zu sehr in einer Welt leben, die wir bewusst für andere kreieren, und dabei auf uns vergessen. Jeder Moment muss quasi für die Außenwelt festgehalten werden und dabei verstreicht genau die Zeit, in der wir den schönen Moment eigentlich erleben würden. Absurd eigentlich und ich bin davon nicht ausgenommen, denn kaum zuhause angekommen ist Instagram, Facebook und Co. wieder so präsent. Aber dafür werde ich mir in Zukunft eine Lösung überlegen müssen.
Ich glaube, es wäre blöd, nun eine Empfehlung abzugeben und euch zu bitten, die Erfahrung auch zu machen. Ich kann euch nur erzählen, wie gut es mir getan und gefallen hat und wie unbeschreiblich meine Erlebnisse waren. Ihr müsst für euch selbst ganz allein herausfinden, wo, was und vor allem wer euch gut tut und was euch auf eurem eigenen Lebensweg voran bringt.
Also wünsche ich auf diesem Wege alles Liebe und Gute!

Namaste, meine Freunde!

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Berlin

Berlin,

eine Stadt über die jeder spricht und in die jeder will. Vor über 5 Jahren bei meiner Kündigung im Hangar 7, hat hat Roland Trettl, schon zu mir gemeint, das wir eigentlich dort hin müssten um kreativ und erfolgreich zu werden. Ich war und bin nicht ganz dieser Meinung. Ich mag Berlin und die nach aussen scheinende rastlose Kreativität und Offenheit. Allerdings bin ich auch der Meinung das man mit den richtigen Ideen und den richtigem Umfeld auch in einer kleinen, müden, fast schon stehengeblieben Stadt wie Salzburg was erreichen kann. Einfach nur eine Frage der Einstellung und des eigenen Wollens.
Berlin lebt natürlich auch davon, das jeder der heute jung, kreativ und lebenslustig ist, das Gefühl hat dort hin ziehen zu müssen. Fakt ist, für Besucher bietet Berlin echt viel. Doch wie schon erwähnt, leben möchte ich in Berlin nicht. Nicht auf Dauer zumindest.
Was ich wirklich spannend finde, dass in den letzten Jahren, die Spitzengastronomie immer mehr und mehr ausgekehrt wurde. Nur einige wenige, die sich aus der Masse herauskristallisiert haben, halten ihre Sterne Restaurants oben. Tim Raue ist das Paradebeispiel für einen Sternekoch, der sich allerdings noch nie in ein Fixes Klischee und eine klassische Sterne Schublade hat stecken lassen. Er war von Anfang an anders und das ist gut so. Ob man ihn nun mag oder nicht, spielt hier keine Rolle. Er macht in all seinen Läden eine tolle und unverwechselbare Gastronomie auf absolutem Top Niveau. Er provoziert und polarisiert und das ist gut so, find ich. Alte Schemen sind einfach out, vor allem in Berlin. http://tim-raue.com timraue:Berlin

 

 

 

 

 

Eines seiner Lieblingslokale ist auch eines der meinen, das Good Friends http://www.goodfriends-berlin.de ein Kantonesisches Restaurant in Berlin Charlottenburg. Von aussen, würden viele von euch nicht rein gehen, von innen wird’s nicht wirklich besser. Es gleicht eher einer Kantine, als einem tollen Restaurant, aber egal wie man zu Einrichtungen steht, das Essen ist unglaublich. So herrlich und unkompliziert, das ich jede Woche hingehen würde, wenn es in meiner Nähe wäre. Goodfriends:Berlin
Die Karte ist riesig, doch bitte nicht abschrecken lassen und einfach munter drauf los bestellen. Ihr werdet sicherlich nicht enttäuscht. Ein kleiner Tip, bitte auch mal aus eurer Komfortzone raus kommen und Dinge bestellen die ihr nicht kennt oder einschätzen könnt, erst dann wird es richtig spannend und witzig.
Die zwei Momentan angesagtesten und interessantesten Restaurants in Berlin, vielleicht sogar in ganz Deutschland, sind das eins unter null http://einsunternull.com einsunternull:berlinvon Ivo Ebert, Andreas Rieger und Benjamin Becker sowie das fast schon berühmt, berüchtigte

 

 

Nobelhart & Schmutzig
nobelhart&schmutzig:berlinhttps:/www.nobelhartundschmutzig.com von Billy Wagner. Beides sind sehr radikale, Produkt bezogene Restaurants mit spannender Küche und zeitgemässer Weinauswahl. Die zwei Lokale sind das positive Beispiel für zeitgemässe Gastronomie in einer modernen Stadt. Gut überlegt und nicht überzogen. Toll! In beiden Läden, wird Gastronomie mit Herz und Seele gelebt.

Kurzer sidestep:

Was ich an Berlin am meisten liebe, ist die Musik Kultur die diese Stadt seit jeher hat. Wenn Frankfurt die Mutter der Techno Bewegung ist, dann ist Berlin definitiv der Vater. Hier im Tresor ist soviel Musik Geschichte geschrieben worden und heute mehr denn je ist Berlin einer der Hotspots für Elektronische Musik. Mein Lieblingsclub wie könnte es anders sein, ist das Berghain. berhain:berlinhttp://www.berghain.de Nicht nur DJ Größen wie Ricardo Villalobos, Loco Dice und Co. machen hier Menschen glücklich, auch Pop Stars wie Lady Gaga oder Beth Ditto spielen hier Live Konzerte. Aber Vorsicht, hier ist die Tür ein wenig anders gestrickt. Nicht die mit dem schicksten Outfit und den teuersten Handtaschen kommen rein, sondern Menschen denen man ansieht das sie der Musik wegen kommen. Oft sind die schlangen um 10 Uhr in der früh noch so lang wie bei anderen Clubs um Mitternacht. Großartig oder?
Ein sehr guter Freund von mir war letztens im Onyx und fand es auch top. onyxclub:berlin

Nun zurück zur Nahrung, nächste Woche eröffnet Rene Frank die erste und bis dato einzige Dessert Bar Deutschlands. Sein Coda in Neukölln, ist ein reines Dessert Restaurant und ist deswegen umso spannender zu verfolgen ob das Finanziell funktioniert. Ich glaub allerdings schon, aber auch nur weil es eben in Berlin steht. Freu mich schon darauf, dort mal einzukehren und mich auf was ganz spezielles einzulassen.
Wer Sandwich essen gehen will, sollte ins Mogg früher Moog und Meltzer http://www.moggmogg.com gehen. Ich liebe die Pastrami dort, echt fein und cool eingerichtet ist der Laden auch. Sie sind auch auf den ganzen Street Food Festivals in und um Berlin vertreten. Mogg-Melzer-Berlin-Outside

 

 

 

 

 

Ein weiters Highlight in Berlin ist die Cordobar cordobar:berlinhttp://www.cordobar.net in der, der junge Österreicher Lukas Mraz das Kochzepter schwingt. Die Cordober ist sowas wie der Hot Spot für alle Gastronomen und Weinfreaks, die sich auf gemütliche, lockere und coole Atmosphäre stehen. Sehr geiles Essen in Tapas Größe und ein magisches Deutsch-Österreichisches Weinsortiment.
Unbedingt hinschauen.
Als ich das erste mal in Berlin war, wollte ich natürlich die Insider Tips von Freunden haben, klar doch oder? Ein Tip den ich immer wieder gehört hatte, war das Bandol Sur Mer bandolsurmer:berlinhttp://www.bandolsurmer.de/fr/accueil.html ein umgebauter Döner Laden, in dem ca. 15 Gäste Platz finden. Mann kann zwischen zwei Menüs wählen und schaut aus Platzgründen den Köchen bei der Arbeit über die Schulter. Was wir damals serviert bekommen haben, war bei diesem Berlintrip mit Abstand das beste Menü. Es war echt toll, spannend und leicht. Man hört eigentlich nur das aller positivste über das Lokal, also glaub ich das es immer noch ein toller Tip für euch ist, auch wenns schon lange kein Geheimtip mehr ist.
Was ihr auch unbedingt machen solltet, wenn ihr in Berlin seit. Geht in die Markthalle neun, https://markthalleneun.de egal an welchem Tag, dort ist immer etwas spannendes. Super tolle Stände, super Angebot und tolle Veranstaltungen. Sogar die RAW Weinmesse war letztes Jahr in den Hallen der Markthalle Neun. Die RAW solltet ihr unbedingt mal besuchen, eine der wichtigsten Weinmesse, wenn es um Orange und Natural Wine geht.
Ich glaub Donnerstag ist immer Streetfood Markt mit riesigem Angebot wo man sich den ganzen langen Tag durchprobieren kann. Hier herrscht keine Neid unter den Ausstellern sondern pure Freude am Produkt und Angebot des anderen. Diesen Spirit, spürt man auch überall in der Halle.
Es gibt in Berlin, allgemein immer und überall schöne Wochenmärkte, es lohnt sich also die Augen offen zu halten, nach tolle Ständen mit super Produkten aus der näheren Umgebung um Berlin. markthalleneun:berlin

Hotels gibts wie Sand am Meer, von Luxus Hotel Legenden wie dem Adlon, adlon:berlin in dem man zumindest mal einen Cocktail oder einen Kaffee getrunken haben sollte, über die immer praktischen und auch immer toll gelegenen Motel Ones. Bis hin zu meinem Favoriten dem Weinmeister Hotel http://www.the-weinmeister.com in Berlin Mitte. Ein sau cooles und urbanes Hotel mit tollen Zimmern und gutem Preis Leitung Verhältnis.weinmeister:berlin

 

 

 

 

 

 

 

Bar technisch, weil wir brauchen ja alle mal einen guten Drink, gibts viel zu viel gutes. Bei unserem letzten besuch sind wir in eine Bar gestolpert die den Namen Schwarze Traube trägt und sich in Kreuzberg befindet. schwarze traube:berlinhttps://www.facebook.com/schwarzetraube1 wir waren so spät dran, das eigentlich schon Sperrstunde gewesen ist, aber der Bartender hatte wohl Mittleid mit den Gestallten die vor seiner Tür standen und bat noch auf einen Drink hinein. Wir haben wohl ausgesehen als ob wir einen guten Drink nötig hätten. Eine schräge Bar, aber irgendwie faszinierend. Der Bartender wusste genau was er da macht und hat uns viele spannende Geschichten über Berlins Barszene und Berlin an sich erzählt. Ihr könnt euch vorstellen, dass es nicht bei einem Drink blieb. Aber wir hatten alle einen solchen Spaß, das es ihm und uns sowieso gleichgültig war. Ein weiterer Tip den ich selber noch nicht bestätigen kann, aber von einer sehr sicheren Quelle habe, ist die Neue Odessa Bar. http://www.neueodessabar.de/Odessa.htmlodessabar:berlin

Sie soll echt ein Highlight sein, auch von der Einrichtung her. Ein wenig wie in den frühen 1920ern, mit absoluten Profis am werk. Werd das nächste mal sicherlich auch mal hinschauen. Ich persönlich mag ja die Fairytale Bar, nicht nur weil ich auf Märchen stehe, sondern weil sie ganz speziell ist. http://www.fairytale.bar Aber schaut euch an was für euch passt, ist ja auch immer und immer wieder Tagesverfassung. fairytale:berlin
Mit dem klassischen Sightseeing Zeug lass ich euch in Ruhe, aber auch mit den vielen sehr coolen Läden. Ihr müsst Berlin selbst aufsaugen und erleben, ich bin nur froh wenn ich euch ein wenig von eurem Hunger genommen habe. Oder noch besser, wenn ich euch den Mund ein wenig wässrig gemacht habe.

Viel Spass in einer der spannendsten Städte überhaupt.

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Los Angeles

Ich muss zugeben, das ich kein all zu großer Fan von Los Angeles bin. Ich glaub es liegt daran das jeder so viel von dieser Stadt erwartet ohne wirklich was dafür tun zu wollen. Ich finde diese Stadt, sendet schlichtweg das falsche Statement an die Menschen. Aber gut vielleicht liegt es auch daran, dass ich kein Träumer bin. LA ist sicherlich das beste Beispiel für erfüllte und unerfüllte Träume. Nirgendwo lebt man den Traum „vom Tellerwäscher zum Millionär“ mehr als hier. Nicht wirklich was für mich.

Ich bin auch keiner, der sich freut wie ein Schnitzel wenn er einen Hollywood Star sieht. Ich saß mal direkt neben Edward Norten an der Bar im Momufuku Ko in New York. Hat mich aber weder beeindruckt noch irritiert. Ich hab mich lieber voll und ganz auf die Küche und die Speisen konzentriert, das fand ich spannender.
Dann muss ich auch zugeben, das die Stadt nicht besonders schön ist. Das einzig wirklich schöne an LA ist der Strand und das Leben das sich dort abspielt und das Staples Center in dem schon Magic Johnson Titel um Titel für die Lakers geholt hat.
Die Universal Studios sind auch ganz cool. Ein paar Stunden wieder Kind sein ist auch mal ganz nett, aber dann passt es auch wieder.

Nun aber zum Essen.

Ich muss hier mit jemandem starten, der es als einer der wenigen wirklich geschafft hat, aus dem nichts ein Imperium aufzubauen. Wolfgang Puck, gebürtiger Kärntner ist einer der berühmtesten und bestbezahlten Gastronomie Unternehmer der Welt. Der Koch der mit Lachspizza mit Kaviar, Schnitzel und Kaiserschmarren berühmt und reich geworden ist, hat mittlerweile über 70 Restaurants Weltweit. Aber alles begann in dem Jahr in dem auch ich geboren wurde. Im Jahre 1982 eröffnete Wolfgang Puck in West Hollywood sein erstes Restaurant, das Spago. spago la

Damals war der berühmte Sunset Strip noch gar nicht so berühmt und der junge Wolfgang konnte hier zusammen mit vielen Schauspielern groß, reich und berühmt werden. Mittlerweile ist das Spago nach Beverly Hills umgesiedelt und hatte zwischen durch sogar zwei Michelin Sterne. Ob man nun hingehen sollte oder nicht, überlasse ich lieber jedem selbst. Ich finde es ist ganz schön teuer, um in Erinnerungen eines anderen zu schwelgen. www.wolfgangpuck.com

Ähnliches gilt für ein Lokal das in jedem Reiseführer und jedem Blog über LA, als Promi Hotspot bezeichnet und angepriesen wird. Das Ivy http://www.theivyrestaurants.com/ ivy la

und seine Terrasse sind berühmt, hier soll sich die Creme de la Creme von Hollywood zum Lunch treffen. Zumindest heist es das in all den Reiseführern, was einem aber keiner sagt, ist das es unglaublich hässlich, teuer und schlecht zum essen ist. Das war ein richtiger Reinfall, wenn da ein top Schauspieler hingeht, dann prost Mahlzeit. Da möchte ich lieber kein Schauspieler sein.
Wo ich allerdings immer wieder gerne hingehen würde, ist ein weiterer Kulinarischer Hotspot von LA, dem Pinks. http://www.pinkshollywood.com/ pinks la
Hier bekommt man wirklich gute Hot Dogs, mit tollen Toppings und einer gemütlichen Hinterhof Atmosphäre die gar nicht Typisch für Hollywood ist. Den Pinks Ableger in Las Vegas, haben wir auch probiert. Fanden wir allerdings nicht so gut und nicht so spannend wie das Original. Ein paar Gehminuten vom Pinks entfernt, war zur damaligen Zeit ein Food Court, mit lauter Street Food Märkten aufgebaut, den wir natürlich nicht links liegen lassen konnten. In Amerika macht Street Food ja auch echt Spass. Da wird nicht nur ein schlechter Abklatsch von etwas Angeboten, sondern ist die Lösung für all diejenigen die Talent aber kein Geld für ein Eigenes Restaurant haben. Da ist auch keiner neidisch, wenn der Kollege Kundschaft hat. Da stehen die verschiedensten Stände, Wohnwägen und Trucks neben einander und unterstützen sich. Wir haben uns durch zwei Taco Stände probiert, beide so großartig das einem fast schwindlig geworden ist. So perfekt abgeschmeckt, mit Limette, Chili und Koriander, einfach zu tot essen. Heine bessere Henkers Mahlzeit könnt ich mir nicht vorstellen. Obwohl ich immer sage, das mein letztes Mahl eine tolle Butterbrezen, ein kalter Kakao und eine My best friend Roll aus dem Mochi sein sollte. Aber diese Tacos können da leicht mithalten.
Ja klar ihr werdet lachen, aber ein Stadt Besuch egal wo auf dieser Welt, ohne Sushi ist nicht komplett für uns. Zumindest für mich, Anita kann auch mal ohne, aber ich auf keine Fall. Uns wurde ein von Philippe Starck eingerichtetes Lokal, ganz in der Nähe vom Kodak Theater gelegen, empfohlen. Das Katsuya Restaurant katsuya lahttp://katsuyarestaurant.com/hollywood/ war optisch ein Highlight und auch geschmacklich absolut ok. Es gibt in LA sicherlich noch besseres Sushi, aber gut, man kann nicht immer beim ersten Besuch alles richtig machen. Hingehen kann man auf jeden Fall, ich glaube nur das es sicherlich noch eine Steigerung geben wird.

Ein kurzer Side Step, bevor es zu meinen beiden Highlights kommt.

„Wir hatten damals ein Hotel direkt in der Nähe vom Flughafen von LA gebucht. Das Hotel war auch wirklich schön, aber halt nicht gerade im Zentrum. Wir angekommen, haben uns kurz frisch gemacht und waren schon ganz nervös nach Hollywood zu kommen. Also nichts wie ab, an die Rezeption und nachgefragt wie man am besten in die Innenstadt komme. Die nette Dame an der Rezeption, hat uns sofort ein Blatt Papier in die Hand gedrückt auf der eine Route mit Haltestellen stand. Sie erklärte uns das wir zurück zum Flughafen müssten und von dort aus mit der Bahn Metro in Richtung, „keine Ahnung mehr, stand ja ganz oben auf dem Zettel“ fahren sollten.
Wir voll motiviert, raus aus dem Hotel ab in Richtung Flughafen. Als wir an der Bushaltestelle die uns zum Flughafen bringen sollte standen, sah der schlaue Martin einen weiteren Busfahrplan mit dem Namen Metro stehen, der quasi die selben Stationen auf dem Plan hatte, als wir auf unserem tollen Zettel. Ich toll wie ich bin, hab mir gedacht, wir könnten doch sicherlich mit dem Bus schneller ans Ziel gelangen, da wir uns ja den Weg zum Flughafen sparen würden.
Ich muss dazu sagen, Anita war von Anfang an dagegen nicht auf die Einheimische Dame an der Rezeption zu hören, aber ich bin halt das Kind meiner Mutter und Stur wie ein Ochse. Ich hielt es ja auch wirklich für eine tolle Idee. Wir also ab in den Bus und los ging die wilde Fahrt. Auf unserem Zettel stand, das es ca. 45 Minuten dauern würde, bis man in Hollywood ankommt.
Als wir nach über einer halben Stunde immer noch kein einziges Ziel auf unserer Liste angefahren sind, wurden wir langsam aber sicher ein wenig nervös. Es war mittlerweile auch schon so, das wir die einzigen weissen im Bus waren. Was jetzt nicht rassistisch klingen soll, aber in LA denkt man schon kurz darüber nach, wenn man durch eine Gegend mit dem Bus fährt in der keine weissen mehr sind und das Wohn Niveau stetig sinkt. Nach über einer Stunde wussten wir, das wir uns sicherlich nicht mehr auf dem richtigen Weg befanden. Als auf einmal eine Markante Stelle auf unserem Zettel ausgerufen wurde. Ich wieder eine großartige Idee, dann steigen wir jetzt hier aus, es kann ja nicht mehr all zu weit sein. Jap denkste; wir raus aus dem Bus zusammen mit zwei jüngeren, von der uns einer sofort ansprach, was wir hier wollten. Da wir eigentlich keine Antwort auf diese Frage hatten, zeigte ich Ihm unseren Fahrplan und erklärte ihm wo wir eigentlich hin wollten. Mit einem nicht all zu positiven Gesichtsausdruck, wies er uns darauf hin, das wir hier komplett falsch waren und hier auch nichts zu suchen hätten. Er zeigte uns wohin wir gehen sollten um dort wieder in einen Bus Richtung Zentrum zu besteigen. Er wies uns weiters darauf hin, mit niemandem zu sprechen, die Straße nicht mehr zu verlassen und wie nett hat er es ausgedrückt, wir sollten doch ein wenig schneller gehen. Zumindest hab ich das für mich so übersetzt.
Nach nicht all zu langer Zeit, wurde es wirklich wie im Kino. Die Häuser waren eigentlich keine Häuser mehr, sondern nur noch Hütten mit Zäunen rundherum und der Müll schien aus den Eimern von selber wieder raus zu fallen. Auf einmal fuhr ein schwarzes Auto mit runtergelassenen Scheiben und voller Besetzung neben uns her und beobachtete uns. Ich brauch euch nicht zu sagen, wie unwohl wir uns in diesem Moment fühlten. Aber wir haben uns nichts anmerken lassen 😉 und sind schnellen Schrittes einfach weiter gegangen ohne unsere Eskorte zu beachten. Bei der dritten Ampel, bogen sie Gott sei Dank ab und liessen uns weiter gehen. An der Haltestelle angekommen die uns der Junge Mann ans Herz gelegt hatte, fragte uns nach nicht mal einer Minute ein älterer Mann ob wir Drogen kaufen wollten. Keine Ahnung mein Englisch wird nicht gut gewesen sein, denn er konnte es kaum glauben das wir nichts haben wollten.
Im Bus sitzend, hab ich verständlicher Weise einen Riesen Anschiss abgefangen. Anita war schlicht weg nicht begeistert von meiner Wahl nicht auf die nette Dame der Rezeption unseres Hotels zu hören. Ich bin ganz ehrlich, hätte sie mich nicht zusammen geschissen, hätte ich es selber getan. Ich hab mich dann zur Busfahrerin begeben und sie gefragt wie wir jetzt dann endlich an unser Ziel kommen würden. Ganz verwundert, fragte sie mich wo wir her kommen würden und ich erzählte ihr von unserem kleinen aber feinen Ausflug. Sie musst lauthals Lachen obwohl sie mir versicherte das es eigentlich gar nicht zum lachen sei. Fazit ihrer Erklärung wo wir gerade waren war. „Ihr habt an eurem ersten Tag mehr von LA gesehen, als 95 % aller anderen Touristen in zwei Wochen oder überhaupt“. Bei Aussteigen wünschte sie uns weiterhin so viel Glück wie bisher und wies uns nochmals darauf hin, in welche Richtung wir nun zu gehen hätten.
Seit dem hör ich immer zu hundert Prozent auf das was nette Damen hinter dem Tresen einer Rezeption zu mir sagen.“

Zurück zur Kulinarik und ab zu Timothy Hollingsworth einem ehemaligen Küchenchefs der French Laundry in Napa Vally. Timothy hat aus meiner Sicht die Momentan spannendsten beiden Lokale der Stadt. Das Barrel and Ashes und das Otium. Beides komplett unterschiedliche Lokal Typen aber beide spannend und bis zum Ende durchdacht. http://barrelandashes.com/ http://otiumla.com/
Wären das Barrel and Ashes ein modern und unkompliziertes BBQ Restaurant ist, mit einem unglaublich hohen Anspruch, ist das Otium Timothy´s Antwort auf Fine Dinning in der heutigen Zeit. Sinnlich, spannend und mit Höchstem Qualitäts- und Präsentation´s Anspruch, allerdings unglaublich unbeschwert und gemütlich. Nach oder vor dem Essen kann man auch noch ganz entspannt ins angrenzende Broad Museum gehen.

barrelandashes la

 

 

otium la

 

 

 

 

Noch ein Tip für alle LA Besucher und Tattoo Liebhaber. Einer der momentan großartigsten Künstler Weltweit hat sein Studio in einem Ort nicht weit von LA entfernt, San Pedro direkt am Meer gelegen. Carlos Torres, ist ein Genie und nicht nur einer der angesagtesten sondern auch einer der feinsten und besten Tätowieren unserer Zeit. Er hat einen so feinen, detailreichen und anspruchsvollen Stile das die ganze Tattoo Welt fragt wie das nur möglich ist. Ich hoffe irgendwann mal unter seiner Nadel zu liegen und euch dann noch genaueres berichten zu können.

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Amsterdam

Gibt es schönere Geschenke als Zeit miteinander zu verschenken!
Deshalb muss ich zugeben, eines der schönsten Geschenke des letzten Jahres, war der Kurztrip nach Amsterdam, den wir von meinem Trauzeugen und seiner bezaubernden Frau geschenkt bekommen haben.
Es ist zwar wirklich nicht einfach, einen gemeinsamen Termin für eine Reise zu finden, aber hinbekommen haben wir es trotzdem.
Schön das die beiden eine Stadt ausgewählt haben, die für uns alle vier Neuland war. Jeder von uns, hat schon viel über Amsterdam gehört, doch es ist sich schlicht weg nie ausgegangen hinzufliegen.
Umso gespannter waren wir.
Wie ihr euch denken könnt, war das erste und wichtigste, die passenden Lokale für uns zu finden.
Ich muss euch verraten, das ein Lokal aus der ein paar Wochen zuvor ausgestrahlten Sendung von Tim Mälzer, Kitchen Impossible unser Interesse geweckt hat. In einer der Folgen musste Mälzer nach Amsterdam um Hot Dogs zu machen. Die dort gezeigten Hot Dogs waren echt so präsentiert, das wir unbedingt dort hin mussten um diese zu verkosten.

Das Fat Dog von Ron Blaauw http://www.thefatdog.nl/ einem ehemaligen Sternekoch, ist in keiner speziellen Gegend, nicht wirklich spektakulär eingerichtet, aber unheimlich sympathisch. Klarerweise, haben wir die komplette Karte probiert. Es war ja der Anreise Tag und wir hatten richtig Appetit. Alle waren wirklich gut, durch die Bank, jeder einzelne. Lustige Kombinationen die definitiv aus der Norm fallen. So etwas würde bei uns sicherlich auch funktionieren.FatDog_Amsterdam
Zwei Stunden später hatten wir schon die nächste Reservierung. In einem weiteren Lokal von Ron Blaauw, der Ron´s Gastrobar. http://www.rongastrobar.nl/ RonsGastrobar_Amsterdam.png

Ein modern eingerichtetes Lokal mit einer offenen Küche und spannender Speisen Auswahl. Wir haben beschlossen so viel wie möglich zu bestellen und zu teilen. Das finde ich einfach das schönste auf der Welt, wenn Freunde gemeinsam Essen teilen und genießen. Die Gerichte waren spannend und gut gemacht. Das Steak, das wir bestellt hatten, war extrem groß, eigentlich günstig und wirklich großartig. Die Cocktails waren ebenfalls gut, aber die Weinkarte war eher fad und langweilig. Aber das war in allen Lokalen die wir besuchten so. Ich bin vielleicht auch nicht der Maßstab für Weinkarten, da ich lieber ein wenig ausgefallenes, spannendes und sinnvolles trinke, aber für eine Weltstadt wie Amsterdam, war es erschreckend langweilig.
Ist aber nicht so tragisch, gut Ding braucht eben Weile.

Am nächsten Tag, haben wir uns das obligatorische Fahrrad ausgeliehen. Nach nicht all zu langer Fahrzeit, war klar, dass ein tolles kleines Kaffee her musste. Wir fanden dies im Breakfastclub in Haarlemmerplein. http://thebreakfastclub.nl/

BreakfastClub_Amsterdam

Ein süßer Laden mit nettem jungem Personal und gemütlicher Einrichtung. Die Auswahl an Frühstück war toll und wir begeistert. Gestärkt, ging es wieder ab aufs Rad und ab ins Museum. Wer in Amsterdam ist, sollte sich die tollen Museen nicht entgehen lassen. Bei uns stand das Van Gogh Museum, das Rijks Museum sowie die Ausstellung von Bansky und Warhol im Moco auf dem Programm. Das Van Gogh Museum war nicht nur, weil ich ein großer Fan seiner Kunst bin ein Highlight für mich. Auch die Menge an Gemälden und Briefen aus dem Leben Van Goghs war überwältigend.
https://www.rijksmuseum.nl/ http://www.vangoghmuseum.nl/ http://www.mocomuseum.com/

RijkMuseum_Amsterdam

VanGogh_Amsterdam

moco_Amsterdam

Abends leicht müde von der großen Tour mit dem Rad, hatten wir eine Reservierung im Sazanka Teppanyaki Restaurant im Hotel Okura.
https://www.okura.nl/nl/culinair/sazanka/ Im Okura Hotel befinden sich gleich zwei 2 Sterne Restaurants, ein 1 Sterne Restaurant sowie ein Bib Gourmand Restaurant. Wir haben unser Lokal nicht nach den Auszeichnungen ausgewählt, sondern einfach nur aus dem Grund, das keiner von uns je in einem Teppanyaki Restaurant war. Pro Grill-Platte saßen acht Leute rundherum und genießen die Show des Kochs. Es war wirklich gut und zugleich spannend mit an zuzusehen. Wir hatten einen echt schönen Abend. Aber auch hier, die Weinkarte war einfach nur fad. Heißt aber nicht, das wir nichts getrunken hätten.

Sazanka_Amsterdam.png

Ich muss zu meiner Schande gestehen, das wir jeden Abend so geplättet waren, das wir in keiner einzigen Bar waren. Und das obwohl, Amsterdam in dieser Richtung einiges zu bieten hätte. Ich kann euch aber unbedingt zwei tolle Bars ans Herz legen, die Ihr an meiner Stelle besuchen solltet.

Door 74 gehört zu den besten Bars der Welt und wäre auch unser absoluter Favorit gewesen, wenn wir, wie gesagt nicht so müde gewesen wären. http://www.door-74.com/
Ebenfalls ohne da gewesen zu sein eine Empfehlung wert, ist das Tales and Spirits. http://www.talesandspirits.com/ Beides klassische Cocktail Bars auf aller höchstem Niveau.
Was sich aber nicht vermeiden lies, war ein ausgedehnter Verdauungsspaziergang im Rotlicht Viertel. Jeder hat uns quasi darauf hin gedrängt, das man es einmal gesehen haben müsse. Da wir sowieso immer zu viel gegessen hatten, war ein Spaziergang eh unumgänglich. Also ab hinter den Bahnhof und rein ins Getümmel. Es war erschreckend viel los und überraschend viel Betrieb. Es ist sicherlich spannend zu sehen, aber wieder, müsste ich nicht hin.

Am nächsten Tag stand ein wenig Shopping auf dem Programm und da ich am Tag zuvor in einer kleinen Seitengasse einen spannenden Shop gesehen hatte, mussten wir da nochmals hin. Zwischen etlichen Coffeeshops war ein richtig kleiner Laden in dem eine hübsche junge Bäckerin Cookies verkaufte. Was eigentlich nicht ungewöhnlich wäre, aber das spannende daran war, (A) die Gegend in der sie die Cookies verkaufte, (B) die riesige Schlange die am Vortag vor Ihrem Laden anstanden nur um eine Sorte Cookies zu kaufen und (C) das sich das ganze ja in Amsterdam befand. Dies lies für mich und wirklich nur für mich, einzig und allein darauf schließen, das die Dame spezielle Cookies (und ihr wisst jetzt auf was ich hinaus will) verkauft. Die anderen drei glaubten fest daran, das die Cookies so gut sein müssten und es nichts mit irgendwelchen Drogen zu tun haben würde.
Die Neugierde war einfach zu groß, wir also ab in die Schlange und gleich 6 Stück gekauft. Es gab wirklich ausschließlich eine Sorte. Nach nachfragen und verkosten mussten ich zugeben, das ich mich getäuscht hatte und sie einfach nur sehr gut gemacht waren. Deshalb war die Schlange vor der Tür auch so groß. Stimmt eigentlich, bevor ich tausend Dinge richtig schlecht oder durchschnittlich mache, mache ich eine Sache richtig gut. Ist ja auch logisch.
Zum Cookie, es war ein Cookie aus dunkler Schokolade, mit weißer Schokoladen Ganache Füllung. Sie hat einfach in die dunkle Schokoladenmasse eine weiße Ganache Praline gesteckt und mit gebacken. Jetzt war der Cookie innen so richtig cremig. VanStapel_Amsterdam

Da unser Flieger am späten Nachmittag schon wieder ging, blieb uns nur noch ein schönes, ausgiebiges Mittagessen. Mir hat jeder versichert, das wenn man in Amsterdam ist, zumindest einmal indonesisch gegessen haben sollte. Also war für uns klar, ab zum Indonesen. Die Wahl fiel auf ein Lokal, das ich von einer Top Quelle was Restaurant Tipps angeht bekommen habe. Meinem ersten richtigen Lehrmeister, Michael Schwarzenbacher vom Mangold in Lochau, auf dessen Empfehlungen immer zu hundert Prozent verlass ist. So auch in diesem Fall, dies sei vorne weg erzählt. Das Lokal hieß Sama Sebo und ist vom Museen Park nicht weit entfernt. http://www.samasebo.nl/ Optisch eher ein englisches Pup, aber mit dem Geruch von Frieden und Freude. Wir konnten es kaum erwarten bis der Kellner endlich die Bestellung entgegen genommen hatte und es nur noch eine Frage der Zeit sein könnte, bis die Herrlichkeiten aus der Küche zu uns kommen würden. Das Warten war zwar hart, aber hat sich auf jeden Fall gelohnt, alles was so zahlreich aus der Küche kam, war spannend und unfassbar lecker. Hier würden wir auf jeden Fall wieder hingehen. samasebo_Amsterdam.png

Eine weitere Empfehlung die mir am Herzen liegt, ohne das wir es hin geschafft haben, ist das Atelier Wolf. http://www.wolfatelier.nl/
Bei uns ist es sich auf Grund einer Planänderung leider nicht ausgegangen, was wir alle extrem schade fanden. Aber das wird ja nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir nach Amsterdam gekommen sind. Nun zurück zum Atelier Wolf, hier müsst ihr unbedingt hin gehen. Nicht nur das Michael Wolf sicherlich momentan der spannendste Koch der Stadt ist, auch die Location und das Konzept ist unheimlich cool. Hier ist Amsterdam gastronomisch modern angekommen. Dieses Lokal, könnte genauso in New York, Barcelona, Kopenhagen oder London stehen und ganz vorne mitmischen. Das nächste mal werden wir bestimmt hingehen.

Wolf_Amsterdam

Abschließend, kann ich nur positives von Amsterdam berichten und werde sicherlich wieder kommen. Eine wunderschöne Stadt mit sehr viel Charme und tollen Restaurants. Vielleicht ist bis zu meinem nächsten Besuch auch die Weinkarten Thematik ein wenig interessanter und Weltoffener.

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Las Vegas

Euch kann ich es ja erzählen. Las Vegas war damals der letzte Stop in unserer Großen Amerika Reise. Ich war so überwältigt und begeistert, was Anita nicht gerade geheuer war. Was klar war, wir hatten ja schon weit mehr ausgegeben als in unserem Budget eingeplant war. Das allein ist schon nicht besonders lustig und dann kommt die tollste Stadt für all diejenigen die gerne Geld auf Zahlen oder andere Dinge setzen. Ich bin ja wie schon erwähnt so ein Kandidat, der sehr gerne mal Zeit am Poker Tisch verbringt.
Doch Las Vegas hat trotz vieler anderer Meinungen, auch kulinarisch viel zu bieten. Nicht nur, die vielen großen Luxus Restaurants der Star Köche, nein auch Abseits des Strips gibt es tolle Restaurants.
Doch nicht jeder möchte wenn er schon mal in Vegas ist, weg vom Strip.
Die Hotels in jeder Qualitätsstufe sind eigentlich sehr günstig, was das ganze recht angenehm macht. Man geht in Vegas davon aus, das jeder Gast sein Geld an den Spieltischen oder in den Restaurants, Bars, Clubs oder Shows liegen lässt. Und ja, das stimmt auch. Einmal in Las Vegas angekommen, geht an jeder Ecke Geld weg als ob es nichts wäre. Ein riesengroßer Zwiespalt, denn zum einen wird einem überall Luxus und Hoffnung vorgespielt und zum anderen gibt es kaum eine Stadt in den Staaten in der so viel Armut vorherrscht wie in Las Vegas. Hier liegen Arm und Reich wirklich so nah bei einander, das es fast traurig macht. Es gibt auch viele Menschen, die dem Glücksspiel und all dem was es so mit sich bringt erliegen und nicht davon lassen können, bis sie komplett vor dem Menschlichen und Finanziellen Aus stehen.

Aber gut nun zum Essen. Am ersten Abend hatten wir im einzigen drei Sterne Restaurant von ganz Las Vegas reserviert. Dem Restaurant von Joel Robuchon. Doch als wir Abends ankamen und Hundemüde vor der Tür und der ausgeschilderten Speisekarte standen, war uns klar, heute Abend kann es nicht das richtige für uns sein. Gott sei Dank ist direkt daneben das Atelier de Joel Robuchon. http://www.joel-robuchon.com/en/restaurants-lasvegas-atelier.php robuchon@vegasWir wollten ja nicht auf das gute Essen verzichten, sondern ausschließlich auf das Brimborium und das unsagbar teure Menü. Im Atelier das wir schon aus Paris und London kannten, wussten wir das wir nichts falsch machen können. Und ehrlich gesagt, so gut wie da, hätte es im 3 Sterner nebenan nicht sein können. Es war ganz großes Kino was da aus der offenen Küchen kam und uns serviert wurde. Des Weiteren war es um Welten lockerer, entspannter und günstiger als nebenan. Was nicht bedeutet, das wir überhaupt nie ins Restaurant von Joel Robuchon möchten, zu einem anderen Zeitpunkt, in einer anderen Situation, werden wir sicherlich mal ins Restaurant essen gehen.

Nach einer kurzen Nacht, (ja ich weiß man sollte besser schlafen und sich nicht an den Poker Tischen rumtreiben) ging es ab zum Pool. Dort den ganzen langen Tag in der Sonne mit Corona und Cocktails verbracht, waren wir Abends wieder bereit für ein schönes Dinner. Nummer zwei aus meiner Sicht in Vegas ist das zur Thomas Keller Restaurant  Group gehörende, Bouchon im The Venitan Hotel. Buchon@Vegashttp://www.thomaskeller.com/bouchon-bistro-venetian Das Bouchon, ist der Brasserie Ableger von Thomas Keller und setzt auf unspektakuläre, aber perfekte französische Klassik. Wunderbare Austern vom Austern Buffet, Gänseleber mit Brioche, Hummer gratiniert, Seafood Plate oder Loup de Mer mit Trüffel Sauce genau so wie es sich gehört. Ich mag so große, stimmungsvolle Restaurants wo sich was bewegt und wo unkomplizierte Gerichte serviert werden. Auf jeden Fall hinschauen, wenn ihr da ist. Ist auch ein guter Tip, für alle die ins Weingebiet Napa Valley fahren und nicht in eine drei Sterne Restaurant essen gehen möchten.

Vegas ist einfach ein riesen Spielplatz für alles und jeden. Darum haben sich auch alle großen Köche mit verschiedensten Konzepten niedergelassen. Von Ducasse über, Wolfgang Puck, Pierre Gagnaire, Michael Mina, oder den zuvor erwähnten. Alle sind vor Ort und haben riesige Restaurant Konzepte, die sie woanders in dieser Form gar nicht hätten aufsperren können. Hier bekommt man einfach alles, zu jeder Tages- und Nachtzeit. In jedem Hotel findet man Shops, tolle Restaurants, Bars und Clubs und natürlich Casinos. Aber spannend, sind eben nicht nur die großen Restaurant Konzepte sondern auch die kleinen unscheinbar wirkenden Läden.

Ihr wisst ja wie sehr ich auf Sushi stehe, darum muss ich euch vom Kabuto Edomae Sushi, erzählen. kabuto@vegas http://www.kabutolv.com/ Ein wirklich klassisches Sushi Restaurant, mit Japanisch reduzierter Einrichtung und top Qualität was den Reis und die Fisch Qualität angeht. Die Einrichtung ist so minimalistisch das man sich wie in Tokyo vorkommt. Einfach hingehen und genießen. Hier ist alles am Punkt.  Man ich liebe Sushi einfach, ich könnte gutes Sushi jeden Tag genießen. Was uns auch zu einem anderen japanischen Lokal geführt hat.

Dem Raku raku@vegas http://raku-grill.com/ das nicht wirklich ganz leicht zu finden ist. Es ist in zweiter Reihe hinter dem Bellagio gelegen. Also nicht unbedingt ein Touristen Treff, was es allerdings, für uns um so beliebter macht. Denn wer in Vegas abseits des Strips überlebt, hat bestimmt was drauf. Und so ist es auch, ein tolles Lokal mit schönen Gerichten. Ein Gericht war der Wahnsinn, so einfach und doch so spektatulär. Spinat Salat mit Sesam Dressing, King Crabe mit einer Göttlichen Glasur und fritierem Mizuna. Dann wurden noch geriebene Erdnüsse darüber gegeben und mein Tag war gerettet. Wieder eines dieser Lokale die ich super gerne in meiner Nähe hätte.

Was wieder einmal nicht gehalten hat was es versprach, war das Twist by Pierre Gagnaire. twist@vegashttp://www.mandarinoriental.de/lasvegas/fine-dining/twist-by-pierre-gagnaire/  Ich hab euch ja schon vom Stammhaus in Paris erzählt und meiner nicht erfüllten Erwartungen dort. Hier verhielt es sich ähnlich. Im Mandarin Oriental gelegen und top eingerichtet, war die Küche aus unserer Sicht nicht dem Preis entsprechend. Da war es zwei Tage zuvor im Atelier von Robuchon um Welten besser. Ich bin immer noch ein ganz großer Bewunderer von Pierre Gagnaire. Er ist und bleibt einer der größten Köche die dieser Planet je hervorgebracht hat.

Zwischen dem ganzen Sushi und Sashimi, musste ein schönes Stück Fleisch her. Also ab zum zweitgrößten Österreich Export nach Arnold Schwarzenegger, zu Wolfgang Puck ins CutCut@Vegas http://www.wolfgangpuck.com/restaurants/fine-dining/3801 Ein typisch amerikanisches Lokal, über drüber Deko. Die Preise sind der Wahnsinn. Da muss man schon fast beim Pokern gewonnen haben, um sich ein tolles Steak leisten zu können. Die Qualität war echt gut, aber der Preis und die dazu kommende Leistung stimmen echt nicht überein. Darüber hinaus war das Personal an diesem Abend echt unfreundlich und unaufmerksam.

Da war es im Baazar Meat schon um einiges Besser. http://slslasvegas.com/dining  Bazaar@VegasDer Preis ist in etwa der gleiche, aber die Qualität und das was zum Fleisch geboten wird, sind einfach um so viel besser, das wir es wirklich nur weiterempfehlen können. Was wir mit Wolfgangs Cut nicht tun können. Wird Mr. Puck bestimmt egal sein, denn immerhin ist er einer der erfolgreichsten Köche überhaupt.

Auch bei den ganzen Buffets die überall angeboten werden, gibt es das ein oder andere gute. Wir mussten es umbedingt ausprobieren, uns mit Spielsüchtigen, verschwitzen Menschen um Mac and Chees zu streiten. Ich muss ehrlich gestehen, dies war nur in unserem Kopf so, die klassischen Vorbehalte eben. An der Rezeption wurde natürlich das Hauseigene empfohlen, aber das hab ich schon gesehen wäre nicht so meins gewesen. Also ab auf die Straße und da nachgefragt. Uns wurde immer wieder zwei Namen genannt, zum einen das Wicked Spoon Buffet im the Cosmopolitan Hotel und zum anderen das Buffet at Wynn. Also dachten wir warum nicht, kann ja nicht so schlimm sein. Ehrlich gesagt, war es weder im einen noch im anderen schlimm, sondern sogar sehr gut. Das Wicked Spoon, bietet echt eine Riesen Auswahl und eine tolle Qualität. Das gleiche gilt für das Buffet at Wynn, dort fühlt man sich sowieso eher wie in einem Finne Dinning Restaurant. Ich würde es nicht jeden Tag tun, aber es ist definitiv eine gute Abwechslung und spart einem wirklich Geld.Wicked-Spoon-Cosmopolitan@vegas.png
wynn@vegas
Umbedingt anschauen, müsst ihr euch eine Cirque du Soleil Show. https://www.cirquedusoleil.com/las-vegas Diese Shows sind wirklich ihr Geld wert. Es werden drei in Vegas angeboten, wir haben uns für die O entschieden, bei dessen Thema es um Wasser geht. Ein stolzer Preis für eine echt geile Show.
Wir konnten es als ehemalige CSI Fans, nicht lassen eine CSI Trainingseinheit im Hard Rock Hotel zu besuchen. Dies allerdings kann ich euch nicht wirkliche empfehlen, ein wenig langweilig und träge. Und rausgefunden wer der Täter war haben wir auch erst zum Schluss, als alle schon quasi darauf gestoßen wurden.
Was wir allerdings auch immer wieder buchen würden, ist ein Ausflug samt Helikopter Flug in den Grand Canyon. Aus Anitas Sicht, schon allein wegen des Piloten, an dessen Seite sie fliegen durfte. Das war schon echt beeindruckend und entspannend, nicht der Pilot, die Natur.

So nun komme ich wieder zum Ende. Ich hoffe ich hab euch ein wenig Lust auf eine unglaublich abwechslungsreiche Stadt gemacht. Wenn ihr nach Vegas fliegt, dann drücken wir euch auf jeden Fall die Daumen, dass ihr auch richtig viel Geld gewinnt, oder wenigstens gut essen geht.

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Behind the scenes

PARADOXE Helden
Nach einer kleinen Pause, melde ich mich mit einem neuen Bericht zurück. Über all die tollen Menschen, die Hinter den Kulissen mit uns am neu Start des Paradoxons arbeiten.
Es ist eine spannende Zeit für Anita und mich. Eine Zeit in der sich, vermeintlich nicht viel ändert, doch es hat sich alles verändert.
Wir lieben unser Restaurant Konzept und die damit verbundene Freiheit. Die Freiheit die uns erlaubt, alles zu jeder Zeit so umzusetzen, wie wir es für richtig halten.
Doch das dies alles auch wirklich so wird, wie wir uns das Vorstellen, daran arbeiten einige spannende, großartige und umwerfend talentierte Menschen. Diese tollen Menschen helfen uns mit viel Energie, Arbeitseinsatz und Liebe, ein stimmiges Konzept auf die Beine zu stellen.

Mit wem sollen wir bloß anfangen. Ich würde sagen, Lady´s first…

Also beginnen wir mit der faszinierend talentierten Tamara „SOMA“ Volgger. Ihres Zeichens Künstlerin mit der Sprühdose. Wände und Mauern, sind ihre Leinwand. Darauf entstehen wahre Kunstwerke. Die Kunstform Graffiti, hat und folgt ihren eigenen Regeln, wie uns Tamara in den vielen Vorgesprächen erzählt. Ich wollte immer schon Graffiti an den Wänden haben. Doch war nie der richtige Zeitpunkt und das richtige Konzept dafür da. Wahrscheinlich konnte es erst für das neue Paradoxon passen.
Durch einen tollen Bericht auf einer tollen Blog Seite (Dreikopf) bin ich auf Tamara gestoßen. Ich habe sie kontaktiert und heute zieren die ersten zwei Kunstwerke die Wände unseres Restaurants. Im März sprüht und pinselt Tamara jede Woche ein weiteres Kunstwerk. Die Soziologie Absolventin, liebt alles was mit Kunst zu tun hat. Wir sind so froh, das Tamara unseren Traum von der etwas anderen Art von Kunst im Lokal umsetzt und uns die Möglichkeit gibt, Stellung zu beziehen für Kunst die noch nicht oft den Weg ins Restaurant gefunden hat. http://www.soma-art.net/

Tamara Volgger

Die zweite großartige Dame hinter den Kulissen, ist die bezaubernde Nina Wrodnigg. http://www.yourockmylife.com/
Sie hilft uns bei all dem, was die meisten wie wir halt eben auch, gerne vernachlässigen oder zu unprofessionell angehen. Die Arbeit im Social Media Bereich. Für viele nicht wichtig, oder nicht wirklich ausschlaggebend, doch in der heutigen Zeit ein unheimlich wichtiges Sprachrohr nach außen. Ich persönlich, finde es toll wenn unsere Gäste und Freunde zeitnah sehen was bei uns so passiert, wie wir uns fühlen und wo gerade unsere Schwerpunkte liegen. Wir haben ja nicht nur Freunde in Salzburg, sondern überall auf der Welt. Des Weiteren ist ja mein Blog genauso in der Marke Paradoxon integriert und wird nun ein wichtiger Bestandteil unseres Konzeptes sein. Doch dies klingt einfacher als es in Wirklichkeit ist. Darum hilft uns Nina, die selbst erfolgreiche Livestyle Blogerin ist und deren Seite #yourockmylife gerade entsteht und sicherlich bald für Furore sorgen wird, auf den richtigen Online Weg zu kommen. Schaut mal rein auf Ihren Instagram Account @ninawro. NIna Wroddnig
Schön auch in dieser Richtung, wertvolle Tips von einem so erfahrenen Blogprofi zu bekommen. Ich will mich ja auch in diesem Bereich weiterbilden und euch noch tollere Berichte liefern. Des Weiteren ist Nina eine unglaublich talentierte Fotografin und am wichtigsten ein unheimlich toller, wundervoller und großherziger Mensch. Wenn sie einen Raum betritt, dann braucht man kaum mehr Licht, sie erstrahlt wirklich alles und jeden. Was vor allem den Mann glücklich macht, der quasi unsere intimsten Momente durch eine Linse festhält und dafür verantwortlich ist das ihr diese Momente mit uns teilen könnt.
Der Mann hinter der Linse, ist der begnadete und liebenswerte Patrick Langwallner.
Wir kennen uns schon seit wir das Mithridat geschlossen und das Paradoxon umgebaut haben. Er stand damals schon mit uns drei auf der Baustelle und hat gefilmt und fotografiert, wie wir über unsere Sicht der Dinge erzählten. Seit damals, begleitet uns Patrick fotografisch durch dick und dünn. Die großartigen Bilder die Ihr immer auf Facebook oder auf unserer Homepage seht, sind von ihm. Aber nicht nur hinter der Kamera macht er eine sensationelle Figur. Auch am Verkostungstisch, wenn es darum geht, neue Gerichte oder neue Ideen zu verkosten, oder zu besprechen,  ist er einer der ersten und zuverlässigsten die man sich nur wünschen kann. Da sowohl ich und Anita, nicht wirklich die Computer Freaks vor dem Herrn sind, muss er uns ebenso hier mit seiner Erfahrung zur Seite stehen und uns Web technisch weiterhelfen. Er ist eine große Hilfe und ein guter Freund.
Manchmal ist es besser, Dinge aus sicherer Entfernung, ja vielleicht sogar aus Sicht einer Kamera zu betrachten, als direkt davor zu stehen und vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr zu sehen. Wir danken ihm wirklich sehr und hoffen ihr habt jetzt ein wenig Interesse an seiner Person gefunden und folgt ihm ab jetzt auf Instegram unter @patresinger oder besucht seine Homepage. http://www.becauseoflight.com patrick l2
Nun zu dem Mann, der zuständig ist alles in Form zu bringen. Alexander Rothbacher, er hat dem neuen Paradoxon das mediale Gesicht gegeben, das ihr jetzt seht und das euch sicherlich auch so gefällt wie uns. Er ist ein Perfektionist vor dem Herren. Denkt über Schriften und Formen Tage lange extrem nach und will alles über einen wissen bevor er nur anfängt zu arbeiten. Ganz schön spannend und fordernd ist seine Hingabe. Aber es rentiert sich sichtlich. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, was so Kleinigkeiten für einen Riesen Unterschied ausmachen können. Ob ein grafisch richtig gesetzter Weinfleck, oder eine dritte Schrift Art die am richtigen Platz aus einem schlichten Schriftstück einen wahren Augeschmaus macht, bei ihm zählt jedes Detail. Eigentlich wie in der Küche, aber für jemanden der sich mit dieser Materie nicht beschäftigt, klingt dies alles für übertrieben und nicht notwendig, doch es wäre, wie wenn bei einem perfekt gegarten Tafelspitz der Schnittlauch fehlt. Im ersten Moment nicht relevant, doch in Wirklichkeit so wichtig wie der perfekte Garpunkt selbst.
So viele Ideen und so viel Kreativität, doch alles mit der nötigen Reduziertheit und dem nötigen Respekt dem wichtigen Platz zu lassen, zeichnet seine Arbeit für mich aus. Nichts was er macht ist gekünstelt oder aufgeblasen, es ist alles am Punkt und vor allem ehrlich. Was für uns das aller wichtigste war, ich könnte mit einer aufgeblasenen Seifenblase ohne Rückhalt nicht umgehen, denn für uns gilt nur das darzustellen was wir auch in Wirklichkeit umsetzen können. Darüber Hinaus verbindet uns die Neugierde und die strenge liebe zu tollen Produkten. Es gibt nichts das er nicht probieren will und nichts was ihm nicht ein wenig Inspiration bringt. Toll wie er alle zu Höchstleistungen treibt und nie locker lässt. Schön eine so junge, motivierte und kreative Werbeagentur zu haben.

Alex Rothbacher
Zwei weitere wunderbare Damen die uns sehr ans Herz gewachsen sind und uns helfen auf den richtigen Weg zu bleiben, sind die Ladys vom Magischen Büro. Sylvia Maria Stangl und Eva Maria Reiter helfen uns schon seit dem Zeitpunkt als wir mit dem Paradoxon in die Zugallistraße gezogen sind, bei all den Dingen die keiner sieht oder Ahnt. Von was ich spreche, ist die Erneuerung der unsichtbaren, aber fühlbaren Energien im Paradoxon. Die beiden arbeiten hierfür stets, mit speziell auf das Gebäude abgestimmten Räucherkräutern und magischen Symbolen, den sogenannten Spaceclearings. Aber nicht nur damit, helfen sie uns. Sie helfen uns genauso in dem sie uns treffende Ratschläge was die Inneneinrichtung und Anordnung betrifft. Denn mit Ihrem gesammelten Fachwissen aus der Harmonielehre des Feng Shui und der Geomantie, wissen sie genau was gefühlstechnisch richtig und wichtig für uns ist. Ebenso beraten sie uns mithilfe ihrer medialen Fähigkeiten, welche Schritte uns unternehmerisch weiterhin zum Erfolg führen. Für uns ist es extrem spannend, aus welchen Gesichtspunkten sie das Lokal und die neuen Änderungen sehen. Ein anderer Zugang und eine weitere Sicht der Dinge, die uns alles im richtigen Licht sehen lässt. Schaut mal auf Ihrer Homepage vorbei, es wird sich rentieren. http://www.dasmagischebuero.at/  Magisches Büro

Last but not least…
Gerhard Pogacnik, der Name des Mannes, der nicht nur unsere neuen Tischsets macht, die Ihr ab Juli im Paradoxon benutzen und erwerben könnt, sondern er ist auch der beste für all diejenigen die sich etwas mit Leder oder Stoff vorstellen. Egal ob Motorradsattel oder ein neuer Bezug für Ihre Couch, für ihn ist nichts unmöglich. Jeder der mein Motorrad kennt, weiß wie wunderschön mein Sattel geworden ist. Auch an Anita und Valeries neue Schürzen für den Service, arbeitet er gerade. Sie freuen sich schon riesig darauf.
Das Tapezierer Unternehmen in der Fürbergstraße, ist in der zweiten Generation zu einer Anlaufstelle für all diejenigen geworden, die auf Qualität und Kreativität setzen. Momentan ziert ein unglaublich schöner Barber Sessel von ihm, passend zum Konzept unser Restaurant. Gerhard, ist nicht nur ein großartiger Handwerker, sondern ein noch viel großartiger Mensch und das ist das tolle am neuen Paradoxon. Es treffen und vereinen sich immer mehr tolle Junge Menschen die Ihr Handwerk wirklich beherrschen und lieben. Dies allerdings abseits von Materialismus und Profitgier. Einfach Freunde die gegenseitig Spaß an Ihrem Job und Ihrer Leidenschaft haben. Was will man mehr in der heutigen Zeit.
http://www.pogacnik.at/ Pogacnik Gerhard
Nächste Woche geht es wieder weiter mit einem Reiseblog. Diesmal geht es ab nach Las Vegas. Ich liebe diese Stadt ohne etwas vorweg zu nehmen.

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Restaurant Helden Teil I

Ich hoffe ihr habt alle einen wunderschönen Valentinstag. Der ein oder andere von euch, wird seine bessere Hälfte heute in ein tolles Restaurant entführen und einen wunderschönen Mittag oder Abend darin erleben dürfen. Es gibt doch nichts Schöneres als ein gediegenes Essen in einem tollen Restaurant, mit seiner Liebsten.

Mit meinen Restaurant Helden, meine ich nicht etwa Vorbilder oder Küchengötter zu denen ich auf sehe. Nein ich meine, schlichtweg Lokale zu denen ich immer und immer wieder gerne gehen möchte.
Es sind einfach Lokale, die aus meiner Sicht, schlichtweg nicht aus der Mode kommen.
Von einigen dieser unfassbar guten Lokale, hab ich euch eh schon erzählt. Das Mochi http://www.mochi.at/  Wien zum Beispiel, ist eines dieser Lokale, die mich gefesselt haben und nie mehr los lassen. Oder der Taubenkobel http://www.taubenkobel.com/ von Barbara und Alain mit seiner einzigartigen Weitsicht und liebe zum Detail. Oder das Rokka und Zuma http://www.zumarestaurant.com/  egal wo auch immer auf dieser Welt. All dies, sind Lokale über die ich euch schon erzählt und vor geschwärmt habe.

Um kurz noch in Österreich zu bleiben, muss man den Mühltalhof der Familie Rachinger http://www.muehltalhof.at/ mühltalhof@oberösterreich.pngoder das phänomenale Steirereck erwähnen. steirereck@wien.pnghttps://www.steirereck.at/restaurant/
Ich muss gestehen, heute ist Valentinstag und ich liege gerade mit meiner Frau und Freunden im Welness Bereich des Mühltalhofs und genieße die Aussicht und die Ruhe. Den Mittags Lunch haben wir schon hinter uns und wir müssen zugeben es war bisher großartig. Hier wird Gastronomie noch gelebt, wie sie gelebt werden sollte. Einfach toll…
Nun freuen wir uns wirklich auf den Abend.
Das Steiereck ist sicherlich das beste das es in Österreich gibt. Einzigartig und visionär, sind die zwei Schlagwörter die mir dazu einfallen. Schön das es das Steirereck und die Familie Reitbauer in Österreich gibt.
Aber wenn wir von Restaurant Helden sprechen, komm ich nicht darüber hinweg Harald Wohlfahrt und die Schwarzwaldstube http://www.traube-tonbach.de /de/schwarzwaldstube-in-baiersbronn zu erwähnen. schwarzwaldstube@baiersbronn.pngEs ist der absolute Wahnsinn, dort essen zu gehen. Wie in einer anderen Zeit und in einer anderen Welt. Ich liebe seine Küche und die Art wie Herr Wohlfahrt mit der Zeit geht. Ich liebe die Schwarzwaldstube, die mit ihren schweren Decken, auf den ersten Moment leicht erdrückend und im zweiten Moment sinnlich und schön wirkt. Die Auswahl an Weine die Stephan Gas trifft ist alte Schule und passt sich dem Niveau und der Gegebenheit an, ohne unterzugehen. Er ist ebenfalls keiner, welcher mehr mit Auftritt, Outfit und rüpelhaftem Benehmen von sich reden macht. Er kann seinen Beruf wirklich und vermeidet es darüber zu propagieren.
Im gleichen Ort nur ca. 10 Minuten entfernt, im gleichen Ort, liegt ein weiters Lokal das jedem Verfall trotzt. Das Bareis http://www.bareiss.com/hotel-bareiss.html  dem Gourmet Lokal in dem Klaus Peter Lumpp seinen Kochlöffel schwingt ist genauso, wie das von Herrn Wohlfahrt einzigartig und großartig. Ganz, ganz große Kochkunst mit einer tollen, unvergleichbaren Handschrift. Hier erlebt man Handwerk auf dem höchsten Niveau ohne alt und müde zu wirken. So Geschmacks sicher wie diese zwei Herren sind, sind es die wenigsten. bareis@baiersbronn.png

 
Nun ab nach Padova und zu Massimiliano Alajmo ins Le Calandre. http://www.alajmo.it/sezione.asp?pagina=calandre le_calandre@Padova.png

Die modernste aber auch stimmigste Version von italienischer Küche die ich kenne. Er treibt mit einigen Gerichten die Kochkunst auf Ihre Spitze. Sehr überlegt und sinnlich, schon bei meinem allerersten Besuch vor über 10 Jahren, war es schon so, dass einige Gerichte aus Stimmungstechnischen Gründen ohne Besteck serviert wurden. Der Gast musste damals schon mit den Fingern essen um ein intensiveres Gefühl für sich zu erreichen.
Tolle Weinkarte mit Preisen die für drei Sterne und Italien unglaublich mondän sind. Ich finde es faszinierend, wie man auf einer Reiseroute nach Venedig, ein Restaurant schaffen kann das so große Kreise zieht. Im gleichen Haus, befindet sich eine Konditorei sowie ein Hotel. Beides toll und geschmackvoll. Also bitte, wenn ihr auf dem Weg nach Venedig seit, bitte in Padova stehen bleiben.

Was oder Wer, definitiv auch in diese Kategorie gehört, ist das Wirtshaus der Familie Döllerer. döllerer@gollinghttp://www.doellerer.at/de/wirtshaus/doellerers-wirtshaus/  der ganz wenigen Lokale in Salzburg Umgebung, in die wir sehr gerne zum Essen gehen. Hier ist alles am Punkt, die Küche von Andreas Döllerer ist großartig und lässt keine Wünsche offen. Doch trotzdem oder gerade deswegen, gehen wir am liebsten ins Wirtshaus. Die Weinkarte ist die gleiche (großartig), der Service ist der gleiche und die Küchenmannschaft ebenso. Hier fühlt man sich einfach nur wohl und freut sich bei jedem Besuch auf den nächsten. Und egal ob ihr im Wirtshaus oder im Gourmet Lokal sitzt, es macht Spaß und ist ein Erlebnis, mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wieder zurück nach Deutschland und ab zu Joachim Wissler, über den ich in einem der folgenden Berichte länger und genauer Berichten werde. http://www.schlossbensberg.com/de/kulinarik/restaurant-vendome vendome@bensberg.png
Er gehört definitiv in die Sparte Restaurant Helden. Nicht nur weil ich ins Vendome gern öffters gehen würde, sondern genauso darum weil er einer der absolut größten unserer Zunft ist. Aber dazu mehr im Bericht über Köln in den nächsten Wochen.

Würde ich des Öfteren nach Brasilien kommen, genauer gesagt nach Sao Paulo, würde ich jedes mal wieder ins DOM dom@saopaulo.pngzu Alex Atala zum Essen gehen. http://domrestaurante.com.br/ Er ist sicherlich einer der ganz großen. Menschlich wie fachlich gesehen, gehört er zur absoluten Oberklasse an Gastronomen. Ein unglaublich bedachter, intelligenter und netter Kerl, dieser Alex Atala. Als ich das Glück hatte im DOM essen zu gehen, waren wir ein Tisch voller Gastronomen aus der ganzen Welt. Er kam persönlich bei jedem Gang aus der Küche und hat uns die Gänge genauestens in 5 verschiedenen Sprachen, fliessend erklärt. Sein ganzer Auftritt, war einfach nur genial. Er ist ein wirkliches Vorbild.
Genau so wie Michel Bras. http://www.bras.fr/fr/  den Bras zu essen, ist und war immer schon etwas vom größten das in der Gastronomie geht. Michel Bras war so lange so weit voraus, das es für die meisten Köche erschreckend sein musste ihn zu kopieren oder einfach nur nachzustreben, was der Meister auf den Teller gezaubert hat. Egal bei was, ob mit seiner Küche, seinen Büchern ja sogar mit den Überlegungen und der Architektur von seinem Hotel und Restaurant bot Bras der gastronomischen Welt einen neuen Anlaufpunkt wo man hinstreben konnte. Es hat sich nicht viel geändert, seit Michel Bras Sohn, Sebastian das Ruder übernommen hat. Ausser vielleicht, die Tatsache das Sebastian Bras, die Fusstapfen die sein genialer Vater hinterlassen hat, nie so ganz ausfüllen werden kann. Doch bitte es ist auch weiterhin eines der besten Lokale Europas und umbedingt einen Besuch wert. Bras@lagouille.png

Nun genug für heute, ich werde an dieser Stelle zu einem anderen Zeitpunkt weiter schreiben. Es gibt noch einige Lokale die einer Erwähnung bedürfen. Wir werden in Kürze das Menü von Philip und Helmut Rachinger genießen und ich will auf keinen Fall zu spät kommen.

Nächste Woche gibt es keinen Reiseblog, sondern ich erzähl euch wie es im Paradoxon Neu http://www.restaurant-paradoxon.com hinter den Kulissen brodelt und wer alles seine Finger im Spiel hat.

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Chicago

Chicago. Ich muss gestehen, ich bin schon von Kindheit an ein riesiger Fan. Schuld daran sind die Chicago Bulls und Michael Jordan. Wie so viele hab ich die Chicago Bulls geliebt und verehrt.
Ich wollte natürlich sofort Karten für einen Sport-Event im United Center

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der König der Lüfte

kaufen, als klar war, dass wir nach Chicago fahren werden. Leider hatten die Chicago Bulls gerade wieder einmal mit einem Streik zu kämpfen, also fiel unsere Wahl auf meine zweite Lieblingssportart, das Eishockey. Wir besorgten Tickets für die Chicago Blackhawks. Wir waren wirklich gespannt und voller Vorfreude auf das Spiel. Und es war großartig! IMG_1374
Das United Center liegt zwar nicht gerade in der besten Gegend von Chicago, aber man braucht keine Bedenken haben, wenn man mit dem Bus zu einem Spiel dorthin fährt. Ich sag euch, es war für mich einfach umwerfend, vor der lebensgroßen Bronze-Statue von Michael Jordan zu stehen. Ich fühlte mich wie ein kleines Kind! So glückselig war ich selten. Im Stadion zu sitzen, die Atmosphäre live zu erleben und die vielen Meisterschaftsbanner zu sehen, war einfach beeindruckend für mich. Das Spiel, die Stimmung und auch die Hot Dogs waren top. Das ist wohl Sportgeschichte, die man hier spürt. Ein Grund mehr beim nächsten Mal die Chicago Bulls live zu erleben.

Genug vom Sport, ab zur Stadt an sich. Ich finde Chicago ist eine der schönsten Städte Amerikas. Rein optisch betrachtet ist sie viel schöner als New York oder Los Angeles. So schön gelegen am Lake of Michigan, mit unheimlichem Charme und Charisma. Ich stelle es mir toll vor, morgens durch die mit Hochhäusern übersäten Straßen runter zum Pier zu joggen und abends in die großartige, abwechslungsreiche Gastronomie einzutauchen.

Das bringt mich zum eigentlichen Thema: Chicago’s Gastronomie-Szene. Sie ist unglaublich vielfältig und reicht von einem der besten Restaurants der Welt bis hin zur dicksten Pizza der Welt. Chicago hat gastronomisch echt viel zu bieten.

Fangen wir mit dem König unter Chicago’s Köchen an. Ich denke, er sieht sich nicht so, aber es ist unumstritten: Grant Achatz ist einer der besten Chefs auf diesem Planeten. Übrigens auch mein absoluter Lieblingsgastkoch in meiner Hangar 7-Zeit.IMG_1379 Das „Alinea“ hat den Standard in der amerikanischen Gastro-Szene nochmals gehoben, als Grant Achatz und Nick Kokonas das Lokal 2005 eröffneten. Dort hinzugehen, war ein absolutes Muss für uns. Und vom Eingang bis zum Ausgang ein großartiges Erlebnis. Einer der tollsten Restaurant-Besuche, den ich je hatte. Und, auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, Grant Achatz ist einer der beeindruckendsten Köche, die ich je kennenlernen durfte. https://website.alinearestaurant.com/

Achatz’s zweites Restaurant, das „Next“, in dem sein langjähriger Küchenchef Dave Baren am Werk ist, ist wohl eines der komplexesten Restaurant-Konzepte der Welt. Viermal pro Jahr präsentiert das Next-Team ein neues Programm. Alles wird verändert – bis hin zur Küche wird ein komplett neues Restaurant geschaffen. Mit absoluter Hingabe und Perfektion. In der Küche hat nichts einen fixen Platz – alles ist flexibel einsetzbar. Spannend. Die Konzepte haben Namen: „El Bulli“, „The Hunt“ oder „Paris 1906“ waren nur einige davon. Next@chicago
Eigentlich sind es jedes Jahr vier Restaurants in einem Lokal, nur der Standort bleibt derselbe, in einem abgelegenen Industrieviertel mit großen Lagerhallen und wenig Städtetreiben. Genau richtig dafür. „A taste of Thailand“ war das Konzept, das wir erlebten. Überwältigend, einfach ganz großes Kino. So inspirierend, verspielt und dennoch intelligent. http://website.nextrestaurant.com/

Dem nicht genug, Achatz und Kokonas betreiben auch eine Bar. Sie ist einzigartig, weil sie nicht aus der Sicht eines Barkeepers, sondern aus der Sicht eines der innovativsten Kochgenies gestaltet wurde. Das „Aviaryaviary@chicagoist wie das „Alinea“ unkonventionell, verrückt und auf besonders hohem Niveau. Stellt euch vor, hier sind zwei Köche Vollzeitangestellt, nur um Eiswürfel zu bearbeiten. Ja ihr habt richtig gelesen! Eiswürfel. Wer glaubt, dass das übertrieben sei, könnte recht haben. Aber ein Cocktail wie der „Martini on the rocks“ ist nicht einfach nur ein Cocktail, er ist ein Erlebnis. In einem Martini-Glas kommt eine zirka zehn Zentimeter große, wunderschöne Kugel aus Eis, in der sich Flüssigkeit befindet. Der Kellner bringt Glas mit einer Digital-Eieruhr, die mit einer Zeit von vier Minuten und 15 Sekunden eingestellt ist. Das Glas abgestellt, drückt er den Start-Knopf und erklärt, dass der Cocktail erst nach Ablauf der Zeit trinkbereit sei. Ich weiß nicht, wieso oder warum, aber genau auf die Sekunde bricht die dünne Hülle aus Eis auf und lässt die Flüssigkeit frei. Unglaublich. Nicht nur die Show, sondern auch die Qualität der Drinks ist absolutes Top-Niveau. https://website.theaviary.com/
Eines der tollsten und lustigsten Lokale der Stadt ist das „Bottlefork“, ein tolles Bar/Restaurant Konzept. Super leckeres, modernes Bar-Food, serviert zu perfekten Cocktails und tollen Weinen. Eine innovative Geschichte, die es auch bei uns geben sollte. Unser Abend im Bottlefork war nicht nur einer der flüssigsten und lustigsten, sondern auch einer, der einem sprichwörtlich die Augen ganz weit öffnet, auch wenn der Alkohol eher das Gegenteil bewirkte. http://bottlefork.com/ bottlefork@chicago

Auch ein Tipp für einen ungezwungenen, schönen Abend ohne Anzug und Krawatte ist das „Balena“. Eine keine, klassische Pizzeria, wie wir sie kennen. Aber es ist keine der für Chicago berühmten „Deep Dish Pizza“-Buden, dazu komm ich noch. Es ist viel mehr ein gepflegtes Restaurant, mit schöner, unverschnörkelter italienisch-amerikanischer Küche. http://balenachicago.com/ Balena@Chicago.png

Die Pizza im Chicago Style, die Deep Dish Pizza, ist nicht jedermanns Sache. Sie wird in einer Form gebacken, mit einem fast einen Zentimeter hohen Teig, viel Käse und Tomaten-Sauce. Vor allem, wenn ihr auf eure Figur achten müsst oder wollt, solltet ihr darauf verzichten. Oder auch nicht. Wir entschieden uns, die typische Leckerei auf jeden Fall zu probieren und zwar in einer der ältesten Pizzerien Chicago’s, dem „Gino´s“. Lustig, man wartet im Eingangsbereich wie in einer Wartehalle und studiert die eher kleine Speisekarte. Es gibt vier verschiedene Pizza-Beläge, vier bis fünf Vorspeisen, mehr nicht. Das Einzige, das wirklich zu wählen ist, ist die Größe der Pizza. Man bekommt eine Nummer und wird man aufgerufen, geht man an einem Tresen vorbei, an dem man schon vorher seine Bestellung aufgegeben hat.
Wir wählten eine große Pizza. Nicht die größte, aber auch keine kleine. Der nette Mann hinterm Tresen erklärte uns, dass die Pizza in der von uns gewählten Größe zu zweit nicht zu essen sei. Jetzt Moment mal! Der Kerl weiß doch gar nicht, wie viel wir beide verdrücken können – schon gar nicht, wenn wir den ganzen Tag zu Fuß unterwegs waren und richtig Hunger haben! Okay, nach einigen Diskussionen hatte er uns überzeugt und wir bestellten eine von ihm empfohlene Pizzagröße. Ich muss ehrlich zugeben, er hatte recht, denn eine Deep Dish Pizza ist sättigend. Sehr gut, anders und nochmal: wirklich unheimlich sättigend. http://www.ginoseast.com/ IMG_1338

Zurück zu Chicago’s Haut cuisine. Das „The Grace“ von Curtis Duffy ist ein absolutes Spitzen-Restaurant. Duffy ist unglaublich ehrgeizig und fanatisch nach Perfektionismus. Ein wunderschönes Lokal, mit sehr charmantem Service, einer tollen, allerdings weniger preiswerten Weinkarte und super Gerichten. Das Ganze ist sicher seinen Preis wert. Aber man muss, wie bei all diesen Lokalen genau wissen, ob man bereit ist, so viel Geld für ein Abendessen auszugeben. http://www.grace-restaurant.com/

 

Was uns sehr gefallen hat, war das „Joes Stone Crab and Steak House“. Ein typisch amerikanisches Fisch- und Steak House. Cool und empfehlenswert. Ach ja: Die Stone Crab Platte ist absolut spitze. http://joes.net/chicago/ joes@chicago
Wer nach Chicago kommt, sollte sich den Willis Tower – besser bekannt als Sears Tower – nicht entgehen lassen. Das zweithöchste Gebäude der Vereinigten Staaten hat im obersten Stock ein tolles Highlight für die Besucher parat. Glasbalkone, die einem den Sturz in die Tiefe vermitteln. Ich mit meiner Höhenangst hab mir schwer getan, auf diese Glasplatte zu treten. Aber für die Aussicht hat sich die Überwindung gelohnt.
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Auch das Cloud Gate, der Navy Pier und das Shedd Aquarium finde ich auch sehenswert. Die Stadt hat echt viel zu bieten, das war wohl nur ein kleiner Ausschnitt daraus. Langweilig wird’s in Chicago jedenfalls nicht.
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Bis nächsten Sonntag, lasst es euch gut gehen, egal, wo ihr seid.

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Blick zurück und gleichzeitig ein Blick in die Zukunft

Ihr erwartet an dieser Stelle, bestimmt ein weiters Reiseziel oder eine neue Stadt. Ich hab mir allerdings gedacht, heute ist es mal Zeit, einen Blick retour zu riskieren.
Paradoxes Reisen, ist nicht nur ein Blog über Städte-Trips, Reisen und Restaurant Empfehlungen, es ist genauso ein Blog über Lifestyle und vor allem über meine persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen.

Nennt es, wie ihr wollt, Vergangenheitsbewältigung, Aufarbeitung, schwelgen in Erinnerungen, es macht keinen Unterschied. Ich nenne es Vorbereitung auf all das, was jetzt kommen mag. Ich erzähle euch heute davon, wie ein Lokal unser Leben verändert hat: die Plainlinde.

Fast schon ewig ist es her, ich arbeitete gerade im Mangold in Lochau, als mein Chef zu mir kam und mir von einem neu eröffneten Lokal in Salzburg erzählte. Zwei absolute Top-Kollegen und Freunde, hatten gemeinsam ein Lokal, die Plainlinde, eröffnet.
Eines der ersten Konzept-Lokale Österreichs, nur haben das bis heute die meisten nicht verstanden. Was, definitiv für Stefan spricht, der immer schon seinen eigenen Weg gegangen ist und damit Vieles verändert hat.
Wir waren schon in der zweiten Woche nach der Eröffnung dort. Es war toll, einfach, unkompliziert und überlegt.
Wer unsere Geschichte ein wenig kennt, der wird jetzt bestimmt sagen: „Ma was für ein Zufall…“ ich persönlich, glaube ja nicht an Zufälle, darum würde ich mal behaupten, es hatte schon seinen Sinn, das wir damals bei Stefan und Gerhard beim Mittagessen saßen.
Seit diesem Zeitpunkt, war die Plainlinde, ein fixer Anlaufpunkt, wann immer ich in der Nähe war.
Als Anita und ich dann im Hangar 7 angefangen haben, war die Plainlinde unser absolutes Lieblingslokal, ja fast schon ein Zufluchtsort zum runterkommen. Es gab ja auch nicht wirklich eine Alternative, wo man sonst hin gehen hätte können.
Doch nie hätte ich damals gedacht, jemals mit Stefan zusammen zu arbeiten, noch für so lange Zeit in Salzburg zu bleiben.
Eigentlich wollten wir Salzburg nach dreieinhalb Jahren wieder verlassen, als ich Stefan eines Donnerstags Morgens, vor dem Hangar antraf. Nach kurzem, belanglosen Smalltalk, ging jeder von uns wieder seines Weges, aber im Weggehen rief Stefan mir noch kurz zu, ob er mich anrufen könne. Er hätte noch etwas mit mir zu besprechen…
Eine Woche später, im besten Café Salzburgs dem 220 °Grad, das erste Gespräch über Stefans Veränderungspläne. Was damals schon klar war, ich wollte unter keinen Umständen, der nächste Küchenchef der Plainlinde werden. Es wäre einfach keine Herausforderung und schon gar nicht spannend für mich gewesen.
Was allerdings schon spannend für uns gewesen ist, war die Tatsache, das wir damals schon gespürt haben, das wir drei gemeinsam, vieles Verändern könnten und uns unsere eigene Art von Gastronomie schaffen könnten. Und so war es auch.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich lange mit der Plainlinde zu kämpfen hatte. Wir wurden ständig mit etwas verglichen, das eigentlich gar nicht relevant war. Aber gut was soll´s, geschadet hat es uns nicht, wie man sieht. Denn wie ihr wisst, “was einen nicht umbringt, macht einen härter“.
Mit all den Geschichten über unserer Pop Up Projekte lass ich euch in Ruhe. Das einzige, was ich dazu sagen möchte: Es war eine absolut geile Zeit! Eine Zeit, in der wir alle viel, über uns lernen durften.
Womit ich euch nicht in Ruhe lassen kann, ist die Tatsache, dass nun ein neuer Abschnitt unserer Geschichte bevor steht.
Die gastronomische Ära Stefan Brandtner´s neigt sich dem Ende zu.
Doch wo die eine Ära zu Ende geht, entsteht meistens schon eine neue.
Stefan wird sich beruflich verändern, wird sich mehr Zeit für sich selbst nehmen und uns in aller erster Linie fehlen. Für uns bedeutet das, dass wir nun die Ruder in die Hand nehmen. Wir werden das Paradoxon, zu unserem machen und ehrlich gesagt, wir freuen uns riesig darauf.

paradoxon

PeRFEkT – NiCHt Im gERINgsTEN

PARADOX, UNKONVENZIONELL – zu 100 %
Das Paradoxon wird auch weiterhin, ein Ort für Veränderung, Kreativität, Spannung, Genuss, Leidenschaft und für soziale Projekte bleiben.
Ganz klar ist, wir sind Koch und Konditorin. Wir wollen und werden nicht die große Lücke, die Stefan beruflich wie menschlich hinterlässt, nicht füllen. Wir werden Gastronomie praktizieren, wie wir es für richtig halten und wie wir es uns vorstellen. Unser Fokus, liegt ganz klar, im Bereich Genuss und Veränderung. Mal sehen, was da alles passieren wird.
Wir werden, einfach, sinnliche Gastronomie ohne Zwänge und Konventionen praktizieren.
Wir geben unserer eigenen Kunst Platz, lassen Raum für Künstler mit Pinsel, Sprühdose, Nadel, ja sogar Schere. Ganz egal, Hauptsache ist, jeder der bei und mit uns arbeitet, gibt sein Bestes für euch, die ihr uns besuchen kommt.
Lasst euch auf uns ein und wir werden unser Bestes geben, euch eine wunderschöne Zeit zu bereiten.
Und wer weiß, wenn alles gut läuft, dann werden wir wieder einmal mit Stefan zusammen arbeiten. Vielleicht nicht als Gastronomen, aber bestimmt auf einer neuen, ganz anderen Ebene. Und ich weiß jetzt schon, es wird großartig werden. Freundschaft, die selbst im Berufsleben hält, ist selten und besonders. Danke Stefan, für alles, was wir gemeinsam erleben und bewegen durften.

Ihr seht, ein Besuch in einem Restaurant kann ein ganzes Leben verändern!

Nächste Woche geht es weiter, wie gewohnt, mit einer super schönen Stadt und all den Vergnügungen und Versuchungen, die ein solcher Platz zu bieten hat.

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New York

Bevor ich anfange, über New York zu schreiben, muss ich nochmals tief Luft holen. New York ist so speziell, so groß und beeindruckend, dass es wirklich schwer ist, hier nicht in Superlative zu verfallen. Es ist das erste Mal, dass ich mir ein wenig Hilfe von Freunden geholt habe. Big Apple verändert sich so schnell – es gibt fast wöchentlich Neuigkeiten, die es Wert wären, darüber zu schreiben. Ich hab euch die aus meiner Sicht spannendsten zusammengestellt und hoffe, es ist mir keiner böse, wenn ich das Eine oder Andere ausgelassen habe.

Ich muss gestehen, ich liebe diese Stadt und ihre übertriebene Größe. Als ich das erste Mal in New York ankam und mit dem Taxi Richtung Manhattan unterwegs war, war ich wirklich nervös und angespannt. Aber weitaus nicht so sehr, wie ich es erwartet und erhofft hatte. Warum? Ich hab die Skyline so oft im Fernsehen gesehen und hatte, als ich dann tatsächlich vor ihr stand, das Gefühl, als wäre es nicht das erste Mal. Anders war es mit Manhattan: es war ein Gefühl von Überwältigtsein, ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus.

Ich finde, es macht Sinn, die Stadt in Tage einzuteilen. Tag 1: Wir haben ihn im Financial District verbracht. Das 9/11 Denkmal, die Wall Street und die Freiheitsstatue gehören dazu. Die Fahrt auf Liberty Island haben wir uns gespart und sind stattdessen mit der Staten Ferry gratis Richtung New Jersey gefahren. Sie kommt nahe an der Freiheitsstatue vorbei und man sieht fast genau so viel. Vom untern Hafen aus fahren auch die Flussfahrtsschiffe auf dem Hudson River los. Die sind echt zu empfehlen. Nicht zu teuer und man sieht echt viel von Manhattan. Besser, als ein Hubschrauberflug. Fliegen wäre rausgeschmissenes Geld – finden zumindest wir.

Wieder zurück am Festland geht es nach Little Italy und China Town – beides immer wieder ein Highlight. Gerade China Town ist so speziell und hat seine eigenen Regeln. Hier werden lebende Frösche und anderes Getier zum Kauf angeboten – keine Angst, das Essen ist hier super lecker. Soho darf auch nicht fehlen, einer meiner Lieblingsstadtteile. Zum Essen geht ins „Blue Ribbon“ – ihr habt die Wahl zwischen dem Sushi Ableger oder der Brasserie. Es gibt einige Blue Ribbon Läden, alle sind gut und preislich schwer okay. http://www.blueribbonrestaurants.com blueribon@ny

Tag 2: Brooklyn. Ich liebe es, über die Brooklyn Bridge zu spazieren und den Bezirk zu Fuß unsicher zu machen. Hier ist es so schön, ruhig und beschaulich, wie es nur sein kann. Und  ich komm mir vor, wie in einer anderen Welt. In Brooklyn ist auch eines der besten Restaurants der Stadt. Der „Chef’s Table“ im Kaufhaus „Brooklyn Fare“. brooklyn-fare@ny Ich mag die unverspielte Art zu kochen, die Küchenchef Cesar Ramirez praktiziert: leicht japanisch angehaucht und ein extremer Drang zum Perfektionismus. Und ich mag die Stimmung, die den ganzen Service über herrscht. Sie wirkt nicht angespannt, aber extrem konzentriert und fokussiert. Übrigens: beim Produkt gibt es im Brooklyn Fare keine Kompromisse.

http://www.brooklynfare.com/pages/chefs-table

Tag 3. Central Park und Fifth Avenue kommen endlich dazu, und, wer will, das Naturhistorische Museum. Vorm Eingang ist einer der besten Hot Dog-Wägen zu finden – also nicht einfach dran vorbeigehen. Freunde von uns haben vor ungefähr einem Monat einen angeblich besseren Hot Dog-Stand gefunden. Ich kann es nicht beurteilen und weiß auch nicht, wo er ist…. Also probiert den, den ich euch empfohlen habe, ihr werdet den Hot Dog lecker finden.
Auf der anderen Seite des Central Park findet ihr das Time Warner Center, in dem sich das legendäre „Per Se“ und die „Masa Bar“ befinden. Die Qualität in der Masa Bar ist top und ihr könnt zu jeder Tageszeit hingehen. Teuer ist sie zwar schon, aber das ist halt New York. http://www.masanyc.com masa@ny.png
Im Per Se zu essen ist immer wieder ein riesiges Erlebnis, aber auch in diesem Fall ein sehr teueres, dessen muss man sich eben bewusst sein. http://www.thomaskeller.com/new-york-new-york/per-se IMG_1155
Eine fast schon traditionellen Empfehlung will ich euch nicht vorenthalten: ab ins „Zuma“ mit euch! Das neuste, der Zuma Familie ist einfach großartig – wunderschön eingerichtet und qualitativ hochwertig. Wenn ihr in NY seid, muss es einfach sein. Ich wäre schon fast enttäuscht, würdet ihr nicht hingehen. http://www.zumarestaurant.com/zuma-landing/new-york/en/welcome zuma@ny

Tag 4: Ist nicht nur für Sightseeing, sondern auch für Shopping bestimmt. Wer hat schon Lust, sich beim Empire State Building anzustellen? Die Schlange ist lang, sag ich euch. Mein Tipp: Kauft am besten schon am Vortag die Express Tickets.

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Nicht jeder mag das anstehen 😉

 

 

 

Das coolste an den USA ist, finde ich, der extreme Zusammenhalt bei Sportereignissen. Wenn ihr euch was im Madison Square Garden anseht, was ich unbedingt empfehle, werdet ihr es sehen. Egal ob Basketball, Eishockey oder ein Wrestling Kampf, die Amerikaner rasten dabei völlig aus. Die Stimmung ist so großartig und ergreifend, dass man in diesem Moment selber gerne Amerikaner wäre.

Soll ich euch auch was über die Museen erzählen? „MoMA“ ist großes Kino – wäre es in Salzburg, wäre ich jede Woche einmal dort. http://www.moma.org
Für Tattoo Fans gibt es was Spezielles: „The Last Rites Gallery“ von Paul Booth, der God Father of Dark Art. Ein Muss für alle Fans dunkler Kunst und Tattoos. Ist nicht weit vom Madison Square Garden entfernt und neben einem unfassbar guten Bagel Laden, dessen Namen ich leider nicht mehr weiß….. http://www.lastritesgallery.com lrg@ny

Ich bin ein großer Fan vom „Momofuku“ – egal ob in der Ssäms Bar  Momofukkussämsbar@newyorkoder dem Ko.

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echt leicht zu verfehlen….

Beide sind interessant und gut. Solltet ihr euch für’s Ko entscheiden, haltet die Augen offen, denn die Eingangstür ist so unscheinbar und versteckt, dass wir bei unserem ersten Besuch viermal daran vorbei gelaufen sind. Okay, wir waren schon etwas spät dran und deshalb hektisch drauf, aber die Tür ist echt nicht gut zu erkennen und mit einem nur 3×3 cm großen Logo gekennzeichnet.

Side Step: Dieses Erlebnis hat mich zu den „Tür-Fotos“ inspiriert, die ihr jedes mal ertragen müsst, wenn ihr meinen Blog lest. Die Konzepte von David Chang zählen seit Jahren zu den einflussreichsten Restaurantkonzepten Amerikas. momofuku.com/new-york/ssam-bar

In New York gibt es einige große Köche und 2 bis 3 Sterne Restaurants – klar. Das „Eleven Madison Park“ von Daniel Humm, das so gehypt wird, gehört dazu. Ich finde, es muss nicht immer ein 3 Sterne Restaurant sein. Sein zweites Lokal, das „Nomad“ im Nomad Hotel – übrigens ein echt schönes Hotel, nicht weit vom Empire State Building entfernt -, ist echt eine tolle Alternative. Ich mag die Einrichtung und die eher klassische Küchenausrichtung. Ist mir fast lieber, als die große Schwester, das Eleven Madison Park Restaurant. http://www.thenomadhotel.com nomad@ny

Das “Noreetuh“, ein neues Hawaiianisches Lokal, soll anscheinend sehr genial sein. Nicht extrem teuer, aber echt spannend. http://www.noreetuh.com
In der gleichen Liga, nur mit mexikanischer Küche, eine meiner Lieblingsküchen, befindet sich das „Cosme“. Jeder, der in letzter Zeit mal da war, war begeistert. http://www.cosmenyc.com cosme@ny

Eines der Lieblingslokale einer sehr, sehr guten Freundin ist das „Fung Tu“, fungtu@nyein einfaches chinesisches Lokal mit amerikanischem Touch. Es wird mir bestimmt auch gefallen, wenn ich beim nächsten NY-Besuch dort zu Gast bin, da vertrau ich ihr. http://www.fungtu.com
Dann gibt es noch das „Contra“, das ich euch unbedingt empfehlen soll. Es ist einer der Läden, die gerade up to date sind. Macht euch selbst ein Bild. Die Atmosphäre soll recht cool und entspannt sein. contranyc.com contra@ny

Kommen wir zur New Yorker Barszene. Wenn ihr es noch nicht kennt, solltet ihr es kennen lernen: das „Dead Rabbit“. Ein Muss für jeden Bar Freak und jene, die es noch werden wollen. Definitiv eine der besten Bars der Welt. Geile Stimmung. http://www.deadrabbitnyc.com
deadrab@ny

Patriotismus lässt sich nicht unterdrücken. Besonders nicht, wenn ein Österreicher einer der besten Weinfachmänner der Welt ist, der seine Passion nicht nur im Sterne Restaurant sondern auch in seiner eigenen Weinbar auslebt. Aldo Sohm, gebürtiger Österreicher, gilt seit Jahren als einer der ganz Großen seiner Branche. Die Einrichtung in seiner Weinbar ist toll. Wie ein überdimensioniertes Designer Wohnzimmer, aber saugemütlich. Auch das Essen schmeckt sehr. Es gibt zu wenige solcher Läden, selbst in New York. http://www.aldosohmwinebar.com/about aldosohm@ny
Ein weiterer österreichische Top Export ist Markus Glocker.batard@nyEr kocht im “Batard” eine super komplexe, aber unkomplizierte Hochküche, die seinem Namen alle Ehre macht. Also auch ein Muss für alle Patrioten. Unter uns: ich find es im Batrad sogar besser als im Gordon Ramsay’s Lokal, in dem Glocker zuletzt Küchenchef war. http://www.batardtribeca.com/restaurants/batard/

Puh, es gibt noch so viel über New York zu berichten. Die Liste an spannenden Plätzen, Restaurants und Bars könnt ich beliebig fortsetzen. Für heute ist’s mal genug. Ich mach an dieser Stelle ein anderes Mal weiter.

Doch um es mit FRANK SINATRA´S Worten zu sagen:

“If I can make it there
I’ll make it anywhere
It’s up to you
New York, New York”